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Samstag, den 18. Februar 2012 um 22:46 Uhr |
Schwalmstadt-Trutzhain. Aus seinem Kriechboden mit „Durchfallgarantie“ machte der Mieter einer Baracke in der Hauptstraße in Trutzhain während der vergangenen Wochen einen begehbaren Schornstein. Das Rohr eines Ofens in der Küche fand noch den Weg zu einem Schornstein, dem Rohr eines Ofens im Wohnzimmer gelang dies nicht. Die heißen Abgase gingen vermutlich über Wochen am Schornstein vorbei in einen Hohlraum direkt auf den Kriechboden. Der gesamte Boden war am Samstagabend schwarz von Ruß.
Als der Mieter und seine Frau starken Rauchgeruch in ihrer Baracke wahrnahmen, informierten sie den zuständigen Schornsteinfeger, der auf einen komplett verrauchten Dachboden traf.
Unter schwerem Atemschutz ging anschließend ein Trupp der Feuerwehr Schwalmstadt in den Dachboden vor und suchte ihn mit einer Wärmebildkamera nach heißen Stellen ab. Die Absuche erbrachte nur punktuell hohe Temperaturen, die ein Eingreifen der Feuerwehr nicht erforderlich machten. Das Haus wurde anschließend von der Feuerwehr entraucht. Die Frau musste mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Mann wird die Nacht in einer Pension in Niedergrenzebach verbringen.
Wie sich herausstellte, erfüllten die Mieter nicht die Auflagen des Schornsteinfegers, die Feuerstellen vor Inbetriebnahme prüfen zu lassen. Beide hatten vermutlich viel Glück am Samstagabend. Der Rauch hätte sich auch erst zu nachtschlafender Zeit in der Baracke ausbreiten können.
Hintergrund: Eine Energieerzeugungsanlage/Feuerstätte darf erst dauerhaft in Betrieb genommen werden, wenn die Bescheinigung der sicheren Benutzbarkeit und der ordnungsgemäßen Abführung der Abgasanlage durch Sachverständige für Energieerzeugungsanlagen (Zuständiger Bezirksschornsteinfegermeister) vorliegt. |
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Mit freundlichem Gruß,
Regina Brüßler
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