| Keine Chance den Lobbyisten |
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| Montag, den 09. Mai 2011 um 18:28 Uhr |
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Patientenbeauftragter der Bundesregierung MdB Zöller (CSU) im HKZ – Kampfansage an Kostenträger Freundlich im Auftritt aber hart in der Sache gibt sich Zöller. Er befindet sich mit seinem Job im Spannungsfeld zwischen Patient, Kostenträger und Arzt. Patienten wenden sich in Briefen an ihn, wenn es zwischen den Kostenträgern, den Ärzten und ihnen Differenzen gibt. Und das Team um Zöller kümmert sich darum. Im eigenen "Laden" hat er dazu aufräumen müssen und „Mitarbeiter zu einem persönlichen Gespräch geladen“, die seinen Ansprüchen nicht gerecht wurden. Seitdem werden Anfragen an den Patientenbeauftragten innerhalb von 14 Tagen beantwortet – das konnte früher auch schon mal mehrere Monate dauern. Zöller hat sich viel vorgenommen. Einiges wurde davon in seiner knapp 20 Monate andauernden Tätigkeit als Patientenbeauftragter schon auf den Weg gebracht. Informationsdefizite bei den Patienten möchte Zöller abbauen und ein neues Patientenrechtegesetz auf den Weg bringen. Nach einem zehn Jahre andauernden Modellversuch der unabhängigen Patientenberatung lief diese im vergangenen Jahr aus. Im Februar bekam ein Konsortium den Zuschlag, die unabhängige Patientenberatung auf Kosten des Bundes fortzusetzen. Seither gibt es 21 Anlaufstellen und eine kostenlose Rufnummer (08000/117722), unter der sich Patienten informieren können. Upd-online.de Kostenträger bekommen Frist gesetzt Anhand von Beispielen aus der Praxis erzählt er, dass es Kostenträger gibt, die Patienten schon mal neun Monate auf einen Rollstuhl warten lassen. Solch eine Praxis möchte er mit dem neuen Patientenrechtegesetz abschaffen. „Anträge, die innerhalb vier Wochen nicht bearbeitet sind, sollen nach dem neuen Gesetz als genehmigt gelten“, sagte Zöller. Das Gesundheits- und das Justizministerium hätten diesem Vorschlag schon zugestimmt, auch habe er in mehr als 200 Gesprächen das neue Patientenrechtegesetz den Kostenträgern vorgestellt. „Sie wissen was auf sie zukommt“, so Zöller. Angst vor den Lobbyisten hat er nicht und verwies auf seinen Dickkopf. Hinweis auf das Gesetz Außerdem sind auch noch einige Kostenträger im Besitz eigener Rehabilitationskliniken, die sie vorwiegend auslasten und belegen wollen. Auch dem möchte Zöller in Zukunft einen Riegel vorschieben und die Kostenträger dazu verpflichten, diese Kliniken zu veräußern oder zu schließen. Anreize für Ärzte Auch das möchte Zöller ändern. Die Frist solle für Ärzte, die den Schritt auf das Land wagen, auf fünf Jahre beschränkt werden. Zöller möchte Stipendien an angehende Ärzte vergeben, die bereit sind, nach ihrer Ausbildung eine Landarztpraxis neu zu eröffnen oder zu übernehmen. Der Patientenbeauftragte möchte aber auch Anreize in Form von verbilligten Krediten für Landärzte schaffen, um das finanzielle Risiko auf dem Land abzufedern. (aw) |















