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Hessens größte Palliativ-Station am RKH Kassel eröffnet Drucken E-Mail
Mittwoch, den 22. Februar 2012 um 12:58 Uhr
Nach 13 Monaten Bauphase überreichte Architekt Mathias Kirschner (links) den beiden Geschäftsführern des Roten Kreuz Krankenhauses Kassel, Elisabeth Deterding und Michael Gribner, symbolisch den Schlüssel zur neuen Palliativstation des Krankenhauses. (Foto:nh)Kassel. „Die Humanität einer Gesellschaft zeigt sich darin, wie sie mit Menschen in der letzten Phase ihres Lebens umgeht“, sagt der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner beim Festakt zur Eröffnung von Hessens größter Palliativstation am Roten Kreuz Krankenhaus Kassel (RKH) am Mittwoch. Er habe hohen Respekt vor den Leistungen der Mitabeiterinnen und Mitarbeiter, betonte Grüttner, der bei einem Festakt das Angebot für schwerstkranke Patienten und ihre Angehörigen als vorbildlich lobte.

Was es besonders mache, sei ein Konzept, das ambulante Versorgung durch Palliativteams mit spezialisierter Krankenhausversorgung und einer Akademie für Fortbildung verknüpfe.

Der Neubau, der auf das alte Bettenhaus der Klinik aufgesattelt wurde, verfügt über 15 Betten für schwerstkranke Patienten. Das Krankenhaus hat damit seine Kapazitäten für spezielle Palliativversorgung deutlich ausgebaut. Zwei Doppel- und elf Einzelzimmer bieten genug Platz, um neben den Schwerstkranken auch deren Angehörige unterzubringen. "Es kann jede Minute begleitet werden - wenn das gewünscht ist", erklärte Oberärztin Nina-Kristin Eulitz. Manchmal sei es für Angehörige aber wichtig, den Kranken "in die Sicherheit der Station" abgeben zu können und selbst einmal eine Nacht durchzuschlafen.

Kein Hospiz, sondern Station für "Krisenintervention"

Das Palliativteam des Krankenhauses ist auch ambulant tätig.
Darüber hinaus kooperiert es mit Hausärzten, Hospiz- und Pflegediensten in den nordhessischen Hausärzten. Die Palliativstation soll immer dann Anlaufstelle sein, wenn die ambulante Versorgung nicht mehr ausreicht, um die Beschwerden schwerstkranker Patienten zu lindern - etwa wenn die Luftnot so groß wird, dass eine Punktion der Lunge notwendig ist, oder wenn Schmerzkrämpfe zu stark werden. "Wir sind eine Kriseninterventionsstation", betonte Eulitz und grenzte damit die Aufgaben von denen eines Hospizes ab.

Die Baukosten der neuen Station werden mit 3,7 Millionen Euro beziffert. 1,32 Millionen davon sind ein Zuschuss aus dem Konjunkturprogramm des Bundes. Das Land Hessen unterstütze Netzwerke für Palliativversorgung, sagte Minister Grüttner am Rande des Festakts. Investitionen in den Ausbau stationärer Angebote seien nicht geplant. (dapd-hes/beg)
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. Februar 2012 um 17:16 Uhr
 

Kommentare  

 
-4 # Leser 2012-02-22 13:36
RKH ist die Abkürzung für ein Verkehrsunternehmen.

Anm. d. Red.
RKH Kassel: Start
www.rkh-kassel.de/
Die Klinik ist das zweitgrößte Krankenhaus in der documenta-Stadt, dem nordhessischen Oberzentrum.
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