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DIE KOLUMNE: Niemand hat die Absicht, eine Maut zu errichten… |
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Dienstag, den 19. April 2011 um 17:17 Uhr |
Schwalmstadt. Die Monate – und manchmal sogar Jahre – zwischen bedeutenden Wahlen sind für das Volk fast immer voll unangenehmer Konsequenzen. Kein Politiker trifft unangenehme Entscheidungen, wenn das Ereignis einer Wahl vor der Tür steht, welches in seinen Job kosten könnte. So haben wir in den letzten Jahren fast immer nur gute Nachrichten vernommen. Trotz Rettungsschirmen, Bankenrettungen und der Wirtschaftskrise war immer so viel Geld vorhanden, dass der Eindruck entstehen konnte, über seine Verhältnisse zu leben sei jederzeit gerechtfertigt, Schulden sind kein Problem und im Zweifel wird eben zusätzliches Geld gedruckt. Folgen? Keine!
So ganz allmählich werden Realitäten wieder wahrgenommen. Es steht gerade keine wichtige Wahl an, da sagen die Ersten, Griechenland könne seine Schulden ohnehin nie zurückzahlen und es sei an der Zeit, um dort einen härteren Schnitt zu machen. Das heißt? Das zur Unterstützung eingesetzte Geld ist auch weg... aber auch andere Wahrheiten sind möglich. Irgendwie ist die Nachricht zur Bild-Zeitung gelangt, man prüfe im Bundesinnenministerium die Möglichkeit einer Autobahnmaut für PKW. Vier Varianten von 80 € bis 365 € pro Jahr stünden zur Wahl. Sehr schnell folgten die Dementis zu einer recht detaillierten Meldung: Alles nur mal ein kleiner Test, nichts ernstes, „niemand hat die Absicht, eine Maut zu errichten!“
Jedenfalls nicht in dieser Legislaturperiode, schließlich stünde darüber gar nichts im Koalitionsvertrag…Als hätte die Rettung der Banken, Griechenlands, Irlands und Portugals jemals in irgendeinem Koalitionsvertrag gestanden.
Schon zu lange wird über eine Maut diskutiert und zu groß sind die Löcher im Haushalt seit der Atomausstieg beschlossen wurde. Wir bekommen die A 49, aber sie zu benutzen wird teuer. Wetten, dass?
Ihr Rainer Sander
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