Banner
Banner
Banner
Banner
«Ich jage, weil ich Fleisch esse» Drucken E-Mail
Samstag, den 13. Oktober 2012 um 08:10 Uhr

Jägerin Hiltrud Rübner steht in einem Wald bei Bad Vilbel mit einem Jagdhorn an einem Eichenstamm, auf dem ihre Dackel-Hündin sitzt. Vor allem unter Frauen verzeichnen die Landesjagdverbände in Hessen steigende Mitgliederzahlen.©Foto: Thomas Lohnes/dapdFrankfurt. Jägerin Hiltrud Rübner isst wenig Fleisch. "Ich esse nur das, was ich jage", sagt die Mitte 50 Jahre alte Frau. Aus dem Supermarkt lande bei ihr nichts im Kochtopf. Vor etwa zehn Jahren legte die praktizierende Psychologin ihre Jägerprüfung ab, nachdem sie Kurse in einem Jagdclub und in einer Jagdschule besucht hatte. Heute geht sie auf Einladung von Revierpächtern auf die Pirsch - teilweise allein, teilweise mit ihrem Mann oder auf Gesellschaftsjagden.

Rübner ist eine von derzeit 23.500 Jägern in ganz Hessen, von denen etwa zehn Prozent Frauen sind. Die Zahl hat zugenommen, im vergangenen Jahr hatte der Landesjagdverband nur 22.300 Jöger verzeichnet, wie Pressesprecher Klaus Röther sagt. Auch über weiteren Nachwuchs könne man sich nicht beklagen. Einer Studie des Landesjagdverbandes von 2011 zufolge kommen 85 Prozent der so genannten Jungjäger über die Liebe zur Natur zum Jagen, so auch Hiltrud Rübner.

Als sie bereits Mitte Vierzig war und im Wald "aber nicht einmal die Namen der Bäume kannte", schloss sie sich ein Jahr lang einem alten Förster an. Sie lernte "den Wald mit den Augen des Försters zu sehen", habe eine Ahnung des sensiblen Ökosystems gewonnen und ihr Wissen bei Vorträgen in einem Jagdclub in Frankfurt vertieft. Nach der Jägerprüfung löste sie auch gleich den ersten Jagdschein.

Manchmal, wenn sie im Wald unterwegs sei, fragten sie einige Leute, wie sie töten könne", sagt Rübner. Meist stelle sie dann die Gegenfrage: "Essen Sie kein Fleisch?" Die Menschen seien weit weg vom Töten der Tiere, äßen aber Fleisch von Mastschweinen. "Jagen hat viel mit Respekt zu tun, mit Demut vor der Kreatur", sagt die Jägerin.

Der Mensch hat eine natürliche Tötungshemmung

Denn "man schießt nicht einfach so ein Tier tot", sagt die Psychologin leise und eindringlich. Der gesunde Mensch habe eine natürliche Tötungsghemmung. "Wir können diese innere Hemmung nur überwinden, wenn wir einen vernünftigen Grund haben, wenn die Destruktivität durch ein Gesetz höherer Ordnung legitimiert ist", erklärt die Psychologin. Das koste Kraft und sei wie Arbeit, bei der man Erregung oder Nervosität spüre, "aber ohne Vergnügen", sagt Rübner aus eigener Erfahrung. "Töten macht keinen Spaß, aber ich tue es, weil ich Fleisch esse", resümiert sie.

Nur wenn die Überwindung der Hemmung entgleite, werde das Töten mit Lust verwechselt. Auch das gebe es, aber es sei keine natürliche Haltung, erklärt die Psychologin.

Demut vor dem erlegten Tier

Beim Jagen spürte Rübner nach eigenen Angaben vielmehr ein Gefühl der Ehrfurcht vor der Natur. Das zeige sich etwa im jagdlichen Brauchtum, wenn ein Tier geschossen wurde. "Wenn ich ein Reh erlegt habe, trete ich an das tote Tier heran und nehme den Hut ab", berichtet Rübner. Danach blase sie das Signal "Reh tot" mit dem Horn. In der Nähe breche sie dann zwei Zweiglein von einem Baum ab, wovon sie eines in den Äser, also das Maul, des erlegten Stückes platziere. Einen weiteren kleinen Zweig benetze sie mit Blut und stecke ihn sich an den Hut. "Das ist wie eine rituelle Handlung, als erweise man dem Tier die Ehre, als würde man es um Verzeihung bitten", sagt die Jägerin. Solche Momente hätten etwas Magisches, gar Archaisches.

Auf dem Weg durch den Wald, in der Stille und mit dem Jagdhund geht Rübner, wie sie sagt, immer mit entladenem Gewehr. Überhaupt habe die Jagd sehr viel mehr Facetten als das Erlegen der Beute: etwa die Ausbildung ihres Hundes, Färten lesen oder Bäume vor dem Verbiss der Wildtiere schützen, das heißt vor dem Abknabbern zarter Äste oder dem Abschaben der Rinde.

Ein eigenes Revier zum Jagen hat Rübner allerdings nicht. Das koste zu viel Zeit und Verantwortung, sagt sie. Mit einer Jagdpacht verpflichte man sich, die jährlich bestimmten Abschlusspläne der Jagdbehörde in seinem Revier zu erfüllen. "Das ist sehr viel Verantwortung", sagt Rübner. Etwaige Schäden durch Wild müssten zudem vom Pächter bezahlt werden. Und so jagt Rübner lieber auf Einladung von Waldpächtern oder -besitzern, wie etwa im nächsten Urlaub im Oktober. Dann geht sie zusammen mit ihrem Mann in Schleswig-Holstein auf die Pirsch.
(dapd-hes/Marlene Petermann)

Mehr zum Thema lesen Sie hier:
Wildschweinpopulation hat stark zugenommen

Share
 

Kommentare

 
-67 # Antonietta 2012-10-13 21:43
- Die Jagd schadet dem Gleichgewicht der Natur
- Durch die Jagd steigt die Überpopulation der Wildscheine & andere Waldtiere immer weiter:
- Familienverbänd e werden auseinandergeri ssen, worauf die Wildschweine mit vermehrter Fortpflanzung reagieren
- Durch das Ausstreuen von Nahrung werden die Waldtiere angeregt sich noch mehr zu vermehren
- Die Bejagung des Fuchses führt zur Flucht und damit zur Ausbreitung von Tollwut
- Alle wesentlichen von der Jägerschaft genannten Gründe für die Jagd sind heute wissenschaftlic h widerlegt
- Der Jagd fallen jährlich zusätzlich ca. 400.000 Katzen und ca. 65.000 Hunde zum Opfer
Dem Administrator melden
 
 
-40 # FrecherFuchs 2012-10-13 22:54
In einem Punkt ist der Kommentar von Antonietta zu berichtigen:
Tollwut spielt in Deutschland -und weit darüber hinaus- schon lange keine Rolle mehr. Deutschland gilt seit 2008 als gänzlich frei von Tollwut, der letzte mit Tollwut infizierte Fuchs wurde im Februar 2006 in Rheinland-Pfalz gefunden.
Trotzdem wird seitens der Jägerschaft weiterhin die Angst vor der Tollwut geschürt, Tollwutsperrbez irke aufrecht erhalten oder gar errichtet, um der Bevölkerung eine Berechtigung für die Jagd auf den Fuchs vorzugaukeln.
Dem Administrator melden
 
 
+6 # gast 2012-11-12 20:36
Schon mal was von Fuchsbandwurm oder Räude gehört???
Dem Administrator melden
 
 
-9 # Bürger 2012-10-14 11:24
Frecher Fuchs

Prävention gegenüber der Tollwut durch Aufrechterhaltu ng der Bejagung etc ist durchaus sinnvoll.

So wie die Impfung gegen Krankheiten wie z. B. Kinderlähmung , TBC usw.

Werden wir Impfmüde kommt alles wieder.

Schön wenn sie das nötige Kleingeld und die zeit hat zu jagen und das zu essen.
Wenn das alle Bundesbürger machen wollten - was wäre dann wohl los ?
Dem Administrator melden
 
 
-32 # FrecherFuchs 2012-10-14 11:53
Die Annahme, dass durch Bejagung des Fuchses die Gefahr von Seuchen einzudämmen wäre, ist falsch. Nicht durch die rücksichtslose und blindwütige Metzelei in den 70ern und 80ern wurde die Tollwut ausgerottet, sondern durch die spätere Impfköderaktion en. Jagd bewirkt das Gegenteil. Die Zerstörung sozialer Strukturen sorgt für ein verstärktes Wandern der Füchse und begünstigt so für eine schnellere und flächigere Ausbreitung von Krankheiten. Desweiteren zeigt sich, dass junge Tiere ansteckungsgefä hrdeter sind als adulte. Ein weiterer Grund gegen die Bejagung, weil sie durch freiwerdende Reviere zu höherer Geburtenrate und mehr Nachwuchs führt.
Impfköder gegen Tollwut werden übrigens nur noch an gewissen Grenzgebieten Europas ausgebracht, eben dort wo man an Länder angrenzt, die noch nicht tollwutfrei sind. Eine Impfung in Deutschland ist unnötig und unsinnig. Desweiteren zeigen jagdfreie Areale wie beispielsweise der Nationalpark Bayerischer Wald oder Gran Paradiso in Italien, dass es sehr wohl ohne Jagd geht. Die Wildtierdichten dort sind sogar geringer als in unseren Wäldern, wo fleißig zugefüttert wird und Überbestände bewusst herangezüchtet werden.
Dem Administrator melden
 
 
-64 # Karl Sauer 2012-10-14 17:46
Die Frau ist doch keine 50... Sieht aus wie 70, liegt wohl am schlechten Essen durch stark belastetes Wildfleisch. Graue dünne Haare und die fahle Gesichtfarbe deuten auf Bleivergiftung hin.
Das Jagd den Jägern immer Freude bereitet streitet sicher niemand ab. Das Geheuchel mit "Respekt" ist nur eine Schutzbehauptun g. Genausogut unglaubwürdig könnte ein Pädophiler Respekt vor Kindern behaupten. Es wäre die selbe Heuchelei. Und da (gelöscht) sind gehen sie auch so gerne zu den anderen (gelöscht) in in die Kirchen. Dort wird das Massaker im Wald als Messe zelebriert. Oftmals mit aufgebahrten Leichenteilen erschossener Tiere. Das Hubertus der Jagd völlig entsagte nachdem im ein Engel erschien ist dabei völlig egal. Die Kirche biegt die Sage hin bis sie paßt, und den Jägern ist es recht. Kein Wunder das sich so viele Menschen mit Abscheu von der Kirche abwenden wenn sie (gelöscht) (nichts anderes sind Jäger meiner Meinung nach) auch noch emotional unterstützen,
Dem Administrator melden
 
 
+14 # Borsti 2012-10-15 09:39
@ Karl Sauer

Ihr Kommentar deutet auf (gelöscht) hin.

Anm. d. Redaktion:
Beleidigungen anderer Kommentatoren sind unangebracht.
Dem Administrator melden
 
 
+28 # Borsti 2012-10-15 09:49
Scheint sich hier um die gute alte Zensur zu handeln, wenn andere beleidigen dürfen, die Reaktionen aber unerwünscht sind.
Dem Administrator melden
 
 
+38 # sirthomas 2012-10-15 10:15
Da muss man dem "borsti" schon recht geben. Die Aussagen die da von "Sauer" gemacht werden, gehen weit unter die Gürtellinie und sind absolut beleidigend. Da sieht man übrigens wieder mal, wie sich manche mit dem Thema Jagd auseinandersetz ten, die von der Thematik überhaupt keine Ahnung haben.
Dem Administrator melden
 
 
+48 # Hermann 2012-10-15 15:18
Also es gibt ja schon Kommentare bei denen einem selbst nichts mehr einfällt. Wer so respektlos über andere spricht, sollte auch hier keine Bühne bekommen!
Ich bin begeistert, dass es Menschen wie unsere Jäger gibt, die in ihrer Freizeit natürliche Ressourcen nutzen und dafür (ganz nebenbei) Hecken pflanzen, Müll sammeln, Teiche anlegen, gestorbene Rehe am Straßenrand aufsammeln usw. Und dies alles bezahlen Jäger aus ihrer Tasche ohne staatl. Mittel :-)
Dem Administrator melden
 
 
+27 # Naturfreund 2012-10-16 10:23
@ Antonietta: es ist unglaublich, was Sie hier für Unwahrheiten versuchen zu verbreiten. KEINE Ihrer Behauptungen sind von Ihnen belegt, Sie stellen Sie hier einfach mal als Fakt hin. Es sind im Übrigen immer wieder die gleichen "Argumente", die von meist militanten Jagdgegnern hervorgebracht werden, um Jäger zu diskreditieren. Meist leben diese auch vegan, was ihr gutes Recht ist, aber sie nicht dazu berechtigt Menschen mit anderen Lebensmodellen zu diffamieren. Beispiel Hauskatzen: es ist unpopulär sie zu bejagen als beliebtestes Haustier in Deutschland. Kein Jäger tut dies gerne. Allerdings gibt es eine Zahl aus NRW: 11.000 geschossene Katzen. Klingt viel. In Anbetracht der Tatsachen, dass NRW aber das mit ABSTAND bevölkerungsrei chste Bundesland ist, sind die Zahlen in anderen Bundesländern WEIT niedriger. Wie sie bei 16 Bundesländern da auf 400.000 Katzen kommen, bleibt Ihr Geheimnis, nicht? Katzen werden bejagt, wo es Niederwild (Hase, bodenbrütende Vogelarten) verstärkt gibt und diese bedroht sind. Das müssen die Jäger nicht haben. Alternative: Katzen haben keinen Freilauf mehr, müssen gechipt werden, werden bei Zuwiderhandlung zwangskastriert und der Eigentümer empfindlich mittels Bußgeld bestraft. Hauskatzen gehören nicht in die freie Natur. Sie vermischen sich mit Wildkatzen und stellen neben Fuchs und anderen Beutegreifern eine zusätzliche Gefahr auch für nicht jagdbare bedrohte Tiere (wie z.B. den Kiebitz) dar, welche es durch die Flurbereinigung (vor allem durch die Landwirtschaft) ohnehin schon schwer genug haben. Zur Tollwut: WER hat denn bitte damals die Impfköder großflächig ausgebracht? Die "Tierschützer" oder die Jägerschaft? Seuchen kommen zurück, derzeit ist es verstärkt die Räude, die auch auf Hunde übergreift. Einfach mal googeln. Menschen die Hochsitze ansägen kann man doch nicht ernstnehmen in Bezug auf Tierschutz!? Wer das Leben insgesamt nicht respektiert, hat jegliche Legitimation des "Gutmenschen" verloren.
Dem Administrator melden
 
 
+21 # asimov 2012-10-16 10:46
zitiere Bürger:
Frecher Fuchs

Schön wenn sie das nötige Kleingeld und die zeit hat zu jagen und das zu essen.
Wenn das alle Bundesbürger machen wollten - was wäre dann wohl los ?

Wennn alle Bürger das machen wollten, hätten wir genau das selbe Problem wie wenn es kein Bürger machen wollte; auf das nötige Gleichgewicht kommt es wie immer an. Was die Argumente der Jagdgegner angeht, es wird immer wieder gerne unterschlagen,d ass um das natürliche Gleichgewicht herzustellen es eben nicht nur das völlige Beenden der Jagd sondern auch die Einführung entsprechender Fleisch(beleidi gendes Wort)nder Tiere nötig wäre (wie bspw. Wölfe oder Bären). Und warum wird sobald sich etwas Schwarzwild in den schönen Schrebergarten verirrt sofort nach dem entsprechenden Jäger gerufen.
Dem Administrator melden
 
 
+18 # Matthias Horn 2012-10-16 14:29
Jagen ist aktiver Naturschutz!
Super Bericht, vielen Dank dafür!
Immer diese hohle Kritik an der Jagd, ohne Sachverstand und Substanz. Die meisten, dier hier schimpfen haben wahrscheinlich noch nie ein Wildtier gesehen und essen fleißig Fleisch aus der "industriellen Fertigung". Die am meisten von der Natur entfremdet sind, sind die, die am lautesten hier Kritik üben.Eben weil denen die Jagd und somit auch die Natur fremd sind. Diese Leute kann ich nur bedauern. Geht mal raus an die frische Luft, es wird euch gut tun.
Dem Administrator melden
 
 
-12 # FrecherFuchs 2012-10-16 15:22
@Asimiov: das Märchen von den fehlenden Beutegreifern, die den Bestand regulieren würden, ist scheinbar nicht totzukriegen. Der Bestand JEDER Wildtierart wird durch Nahrunsknapphei t, Winterhärte und Krankheiten reguliert. Der Einfluss von Wolf oder Luchs ist vernachlässigba r gering und weit davon entfernt,reguli erend zu wirken. Der Nahrungsbedarf in einem Luchsrevier liegt beispielsweise bei 50 Rehen auf mindestens 150 Quadratkilomete r jährlich. Die Jägerschaft schießt auf selber Fläche im selben Zeitraum mindestens die 5-8 fache Menge dessen. Greifvögel dürfen beispielsweise seit nun mehr als 20 Jahren nicht mehr bejagt werden. Die Jägerschaft prophezeite explodierende Bestände und das Verdrängen unserer Singvögel. Und was davon hat sich bewahrheitet ?
Dem Administrator melden
 
 
+13 # Naturfreund 2012-10-16 16:24
Genau "FrecherFuchs", beim Luchs ist es Rehwild, beim Wolf immer häufiger - wie früher - auch Schafsherden. Daher wurde der Wolf damals auch von der Landbevölkerung ausgerottet, da er die Existenz dieser bedroht hat. Heute wie früher entsteht Schaden durch Wild, irgendjemandem. Dem Waldbesitzer, der Bevölkerung (die an der Nutzung eines gesunden Waldes interessiert ist) oder dem Landwirt. Dieser Schaden (Wildschaden) wird heute überwiegend von den Jägern (!!!) bezahlt, da sie dafür verantwortlich sind, dass sich die Populationen und damit die Schäden im Rahmen halten. Wenn der Jäger das nicht bezahlt, muss es der Steuerzahler od. Verbraucher tun. Eine Nahrungsmittelk nappheit entsteht also erst, wenn Naturverjüngung , Getreidefelder und Gärten leerge(beleidig endes Wort)n, immer öfter auch Sportplätze und Gärten umgegraben sind. Dann kommt es natürlich zu einem Einbruch der Populationen. Mal ganz abgesehen von Seuchen, die immer dann zunehmen, wo eine Population ins Kraut schießt. Beides ist in einer Kulturlandschaf t wie der heutigen nicht mehr akzeptabel. Letztlich gehören SIE dazu! Auch Sie sorgen dafür, dass der natürliche Lebensraum für Wolf, Bär und Wildschwein so nicht mehr gegeben ist. Also heucheln Sie hier bitte nicht so rum. Zu den Greifvögeln: Sie können sich ja mal die Bestandszahlen vor allem von Mäusebussarden anschauen, die auch andere Tiere schlagen, außer Mäuse. Wenn Bodenbrüter bedrängt werden von allen Seiten, dann kann das nur in die Hose gehen. Fragen sie mal die Ornithologen, wie es um unsere Bodenbrüter bestellt ist. Daran sind natürlich die Jäger Schuld, nicht wahr? Im Bundesjagdgeset z steht im ersten Paragrafen, dass die Jagd für einen gesunden und ARTENREICHEN Wildbestand zu sorgen hat. Also nicht nur Schutz von einigen wenigen Arten, die ohnehin gut zurecht kommen. Dem Fuchs geht es populationstech nisch als Kulturfolger ebenso gut, wie dem Rehwild und dem Wildschwein, ZU gut. Von einer Gefährdung kann bei all den genannten Arten keine Rede sein.
Dem Administrator melden
 
 
-9 # FrecherFuchs 2012-10-16 17:43
Zum Schutz von Schafherden vor dem Wolf kommen in Italien mobile Elektrozäune und Herdenschutzhun de zum Einsatz. Es finden sich also durchaus Möglichkeiten zum professionellen Umgang mit den großen Beutegreifern, wenn man gewillt ist. Wildschäden sind Folge der durch die massive Zufüttung künstlich in die Höhe getriebenen Bestandszahlen. Der Vergleich mit jagdfreien Arealen zeigt dort geringere Wildtierbeständ e bei zugleich einer größeren Artenvielfalt. Was im Bestand gefährdete Bodenbrüter angeht: das laut Roter Liste stark im Bestand bedrohte Rebhuhn wird weiterhin bejagt und taucht alljährlich -mit sinkendem Trend- in der offiziellen Jagdstrecke auf. Von einer Gefährdung der anderen Arten kann überhaupt keine Rede sein. Wiegesagt, durch Zufütterung bei Rehwild und Schwarzwild und Zerstörung sozialer Gefüge beim Fuchs werden erhöhte Nachwuchszahlen und Populationen provoziert. Freigeschossene Reviere und Lebensräume bieten den verbliebenen Tieren ein stark erhöhtes Nahrungsangebot , entsprechend entwickelt sich die Zahl der Nachkommen. Hoher Anteil an Jungtieren, ständige Zerstörung sozialer Strukturen, vermehrtes und verstärktes Wandern der Tiere ist das, was die Verbreitung von Krankheiten begünstigt. Diese Lehre musste man auch aus dem völlig mißlungenen Versuch ziehen, die Tollwut mit der Waffe ausrotten zu wollen. Ebenso war festzustellen, dass die Fuchsbestände aufgrund massiv anstieigender Geburtenrate die Verluste in kurzer Zeit wieder ausgeglichen haben. Jagd löst keine Probleme, Jagd schafft sie. Ihre Theorien von kahlhge(beleidi gendes Wort)nen Landschaften, an den Rand der Existenz gedrängten Bodenbrütern und sich angeblich uferlos vermehrender Wildtierbeständ e werden im beinahe seit 100 Jahren gänzlich jagdfreien Nationalpark GranParadiso auf über 900qkm, ebenso wie seit 30 Jahren im Nationalpark Bayerischer Wald (jagdfrei mit Ausnahme Rotwild wegen Zufütterung in Wintergattern) auf 270qkm beleg- und nachprüfbar widerlegt.
Dem Administrator melden
 
 
+6 # Naturfreund 2012-10-16 18:44
@ FrecherFuchs: Und die teuren Stromzäune um riesige Felder bezahlt natürlich gerne der "FrecheFuchs" nicht war? Du immer mit Deinen Fütterungsmärch en, werden durch das Wiederholen nicht richtiger. Google mal nach dem Unterschied von Kirrungen und "Mästungen", so wir DU sie beschreibst. Auch Fütterungen in Notzeiten, welche entsprechend erst von amtswegen ausgerufen werden müssen, dienen nur zur Ablenkung, dass das Rot- und Rehwild nicht an die Jungbäume gehen. Als sei das alles nicht geregelt und rechtsfreier Raum. Kannst Dich derweil mal mit dem nicht bedrohten Kiebitz beschäftigen oder jetzt gerade (wird sicher wiederholt) die Sendung "NaturNah" auf dem NDR schauen, die Deine Märchen vom nicht vorhandenen Prädatoren-Prob lem widerlegt. Hier werden Jäger u.a. sogar vom NABU ins Vogelparadies Graswarder gerufen um die Bodenbrüter zu schützen, deren Gelege reihenweise durch Fuchs und Marder geplündert werden. Und "GranParadiso" wie auch andere kleine Flecken mit einer durchorganisier ten Kulturlandschaf t wie unserer zu vergleichen ist genauso verrückt, wie die Jagd im Bayrischen Wald wieder irgendwie relativieren zu wollen. Sie findet dort statt, Punkt. Aber gut, gegen ideologischen Hass ist kein Kraut gewachsen, für echte Argumente wirst Du nicht zugänglich sein. Insofern sind weitere Reaktionen auf Deine Diffamierungen hier sinnlos.
Dem Administrator melden
 
 
-7 # FrecherFuchs 2012-10-16 19:28
wenn die Argumente nicht reichen, muss man eben die persönliche Schiene reiten, wie mir scheint. Die Stromzäune sind durchaus leistbar, wie unsere Nachbarn im Süden im Zusammenleben mit dem Wolf beweisen. Desweiteren mag ich diese geschürte Hysterie nicht. Über Jahrzehnte hinweg nahm man tausende durch Felsabstürze, Fehltritte, Verletzungen elendig verendende Schafe in den Alpen inkauf ohne es mit einem Wort zu erwähnen. Reißt der Wolf ein Schaf, geht es durch die Medien rauf und runter. Wer Tiere hat oder von Ihnen lebt, muss für deren Schutz sorgen. Und da können Herdenschutzhun de oder ein Elektrozaun nicht zuviel verlangt sein. Andere können das ja auch. Der Unterschied zwischen Kirrungen und Futterstellen ist mir durchaus bewusst, keine Sorge. Bei beiden wird hinsichtlich der Menge maßlos übertrieben, und auf Notzeiten beschränkt man sich sowieso nicht. Inzwischen lehnen selbst ökologische Jagdverbände die Jagd auf den Fuchs mangels Sinnhaftigkeit ab. Und vom Nationalpark kann man auch lernen, dass der dort in natürlichem Bestand vorkommende -und nicht bejagte- Fuchs weder aur Raufusshühner noch für andere Bodenbrüter einen auch nur ansatzweise bestandsgefährd enden Einfluss hat. Bitte differenzieren Sie zwischen Nationalpark Bayerischer Wald (jagdfrei seit 30 Jahren) und Bayerischem Wald (normale Bejagung), dann fällt es Ihnen vielleicht auch leichter zu verstehen und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Als im Bestand gefährdet gilt übrigens auch unser Feldhase. Auch dieser taucht trotzdem Jahr für Jahr mit vielen tausenden Abschüssen in den Jagdstatistiken auf. Nicht vor dem Fuchs muss man das Niederwild schützen, sondern vor den Jägern.
Dem Administrator melden
 
 
+10 # Naturfreund 2012-10-16 20:10
Es gibt nur EINEN "Ökologischen Jagdverband", den ÖJV. Komisch, dass sie diesen als Reputation nehmen. Ihnen sollte bekannt sein, dass dies "Hardcore-Jäger " sind, welche sich ausschließlich den Forsten und Waldbesitzern verschrieben haben. Sie degradieren insbesondere das Rehwild als Schädling und fordern in Wäldern mit Naturverjüngung den Totalabschuss, also einen höheren, Abschuss! Damit ist man dann so beschäftigt, dass man keine Zeit und Lust hat sich auch noch auf andere Tiere zu konzentrieren (wie Raubwild), zumal diese dem WALD nicht schaden. Waldschutz zur Maximierung von Gewinnen ist aber nicht Hauptaufgabe der Jäger. Ich zitierte bereits Paragraf 1 des BJG. Daher teilen wir auch nicht die Haltung des ÖJV. Genauso wenig redlich ist es, alle Tierarten wie Rebhuhn oder Feldhasen, welche sich gegen alle "Unkenrufe" seit Jahrzehnten bewähren in allen Regionen auf eine Stufe zu stellen. In manchen Feldrevieren durchaus sehr starkt vertreten, kommt der Hase in manchen Landstrichen gar nicht mehr vor. Es gibt Schonzeiten (die überwiegende Zeit im Jahr!!)für beide Tierarten und kein Jäger schießt in der übrigen Zeit einen Hasen, wenn er einmal im Jahr einen in seinem Revier sieht. Entgegen Ihrer Vorurteile sind Jäger eben dem BJG und der Waidgerechtigke it verpflichtet und keine wilden Schießer. Im Übrigen werden Rebhühner trotz Jagdzeit großflächig FREIWILLIG von den Jägern geschont. In einem Revier mit starkem Besatz kann hie und da aber mal eins entnommen werden, ohne gleich die ganze Art zu gefährden. Auch wenn Sie es gerne hätten, so Schwarz-Weiß ist die Jägerwelt nicht, Ihre vielleicht. Und nur weil sie das ständig mit den Fütterungen in den Raum stellen, stimmt es dennoch nicht. Diese und die Jäger bewegen sich in engen gesetzlichen Rahmen, wird sich daran nicht gehalten, findet Gesetzesbruch statt mit all seinen Konsequenzen. Aber jetzt kommen Sie sicher mit Verschwörungsth eorien und der fehlenden Kontrolle von Jägern in einem Land mit 80 Mio. Einwohnern ;-)
Dem Administrator melden
 
 
+12 # Norbert Demes 2012-10-16 20:29
Lieber frecher Fuchs, lieber Naturfreund, geht doch bitte einmal davon aus, dass Euer Gegenüber nicht dumm oder frech ist. Ein Mensch geht nur einmal davon aus, dass seine Informationen richtig sind und bildet sich seine Meinung. Da es zu jeder wissenschaftlic hen Arbeit das entsprechende Gegendstück gibt werdet ihr nie zusammen kommen. Versucht es einmal mit Dingen die frei von jedem Zweifel sind. Die Schöpfung, oder auch Natur, hält für uns Menschen viele gute Dinge bereit. Luft, Nahrung, Wasser, Grund und Boden und vieles mehr. Wir werden dadurch zu Naturnutzern. Alle! Wieso es Nutzer gibt, die Naturprodukte trennen in essbar, schützenswert, brauchbar, unbrauchbar, viel wert, wenig wert usw. verstehe ich nicht. Für den einen Baum bildet sich zum Schutz eine Bürgerinitiativ e, den anderen reißen die Naturschützer aus dem Boden um eine, durch Menschen des Mittelalters zerstörte Fläche (Lüneburger Heide) wieder herzustellen. Ein Vegetarier isst seine "Beute" bei lebendigen Leib. Er täte gut daran einen Salatkopf einmal mit einer Nadel zu stechen und seine Reaktion darauf abzuwarten. Auch wenn er nicht schreien kann so ist sein stilles Leiden deutlich zu sehen. Die Grenze zwischen Pflanzen und Tieren ist so fließend, dass es auf wunderbare Art und Weise das groteske Verhalten von Naturnutzern, die die Gaben der Natur in Kategorien aufteilen, offenlegt. Für mich heißt dies, dass ich die Natur nutze mit allen was die Schöpfung zu bieten hat. Oberstes Ziel muss dabei sein, dass ich meinen Kinder diesebe Natur hinterlasse wie ich sie von meinen Vater bekommen habe. Und sollte mein Vater an der einen oder andern Stelle "Mist" gemacht haben, so versuche ich dies zu korrigieren. Und dies gilt auch für "Frecher Fuchs" und für "Naturfreund". Nutzt Eure Energie um Mist zu korriegieren, jeder auf seinem Gebiet, dann ist allen geholfen.
Dem Administrator melden
 
 
+3 # Manfred Nolting 2012-10-23 22:19
Interessante Debatte. Was einen aber immer wieder anspringt wie beispielsweise hier beim "Frechen Fuchs", ist die blasiert- überhebliche Argumentation von oben herab: Gott, bin ich gut! Sachliche Argumente, stichhaltige meine ich damit, kommen nicht, nur angelesene, aber durch nichts bewiesene Totschlag- Behauptungen. Ich denke, die Jagd hat schon vieles überlebt, da werden wir daran auch nicht sterben. Wie heßt das noch? Die Karawane zieht weiter...
Dem Administrator melden
 

Comments are now closed for this entry

Werbung

Banner
Banner
Banner
Banner
Banner

Prospekte und Flyer

Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner

Aktuelle Videos

Millionenschaden bei Brand in Herbstein

Weitere nh24 Videos finden Sie hier!

Werbung

Banner
Banner

Werbung

Banner
Banner

Werbung

Banner

Werbung

Banner
Banner
Valid XHTML & CSS | Template Design ah-68 | Copyright © 2009 by NH24