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Hessische Einsatzkräfte in Dresden »gefrustet« Drucken E-Mail
Mittwoch, den 05. Juni 2013 um 11:53 Uhr

Einsatzkräfte aus Hessen während der Bsprechung am Mittwoch in Dresden ©Foto: privat|nhDresden/Wiesbaden. Seit Dienstag sind sie in Dresden und warten auf ihren Einsatz. Mehr als 900 meist freiwillige Helfer von Feuerwehr und Rettungsdienstorganisationen des hessischen Katastrophenschutzes sind auf Anforderung des Sächsischen Innenministeriums größtenteils im Julius-Ambrosius-Hülße Gymnasium in Dresden untergebracht und »drehen Däumchen«, wie uns von vor Ort berichtet wird. »Dabei sind die örtlichen Helfer teils am Ende ihrer Kräfte angelangt und bedürfen dringend der Ablösung«, sagte uns eine Hilfskraft auf Anfrage.

Großer Frust

Die Stimmung unter den Helfern aus Hessen ist dementsprechend. »Viele von uns sind einfach nur gefrustet, weil keine Einsatzaufträge an uns weitergegeben werden«. Dabei ist ihre Hilfe an vielen Stellen dringend nötig: »Hier herrscht in weiten Gebieten Not am Mann«. Für die mitgereisten Betreuungszüge sieht die Situation etwas anders aus. Die Mannschaft muss trotz mangelnder Einsätze versorgt werden.

Einsatzkräfte aus Hessen während der Bsprechung am Mittwoch in Dresden ©Foto: privat|nhMark Kohlbecher, Pressesprecher im Hessischen Innenministerium, sagte uns auf Anfrage, dass er es sehr bedauern würde, wenn die Kräfte nicht zum Einsatz kommen würden: »Sie sind hoch motiviert nach Sachsen aufgebrochen und auch gut angekommen aber über ihren Einsatz entscheidet die Einsatzleitung vor Ort«.

Am Mittwochvormittag trafen sich alle hessischen Einsatzkräfte zu einer Besprechung, auf der wohl erste Einsätze angekündigt wurden. Die Kräfte aus dem Landkreis Marburg Biedenkopf sollen nach Mühlberg an der Elbe verlegt werden, um Deiche zu sichern.
Neben Einsatzkräften aus Hessen sollen unbestätigten Angaben zufolge auch 600 Soldaten der Bundeswehr auf ihren Einsatzauftrag warten.

Wie ein Sprecher des sächsischen Krisenstabes am Nachmittag auf unsere Anfrage erklärte, waren die Einsatzkräfte aus Hessen für den Kreis Görlitz vorgesehen. Da der Landstrich aber bislang »relativ« wenig abbekommen hat, sind die Hessen dort nicht eingesetzt worden.
»Die hessischen Kräfte können aufgrund ihrer Strukturierung jederzeit und überall autonom eingesetzt werden, was beispielsweise bei der Bundeswehr und dem THW nicht in dem Maße der Fall sei. Diese Schlagkraft wollten wir uns erhalten«, so der Sprecher.

Sachsen hat weiterhin steigende Pegel. Nach Einschätzung des Innenministeriums wird diese Hochwasserlage auch noch gut eine Woche andauern. Im nahegelegenen Tschechien läuft eine Sperrmauer über, deren Welle noch in Dresden erwartet wird. Auch aus diesem Grund befinden sich bis auf gut 200 Kräfte aus dem Hochtaunuskreis und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf die übrigen Einsatzkräfte noch in Bereitstellung.

Erste Kräfte mit Einsatzauftrag ausgerückt und verlegt

Nach aktuell vorliegenden Informationen wurden Feuerwehrleute aus dem Hochtaunuskreis in die Dresdner Innenstadt abberufen um historische Gebäude zu schützen.
Die Ablösung der eingesetzten Kräfte aus Hessen ist für Samstag vorgesehen. Die Vorbereitungen dafür sind bereits angelaufen.

Bei neuen Informationen wird der Artikel aktualisiert.

©Foto: privat|nh
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 05. Juni 2013 um 16:01 Uhr
 

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