| Landtagsfraktionen plädieren für Reform des Sorgerechts |
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| Donnerstag, den 09. Juni 2011 um 16:43 Uhr |
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Wiesbaden. Regierungsfraktionen und Opposition im Landtag haben sich für eine Reform des Sorgerechts bei unverheirateten Paaren ausgesprochen. Jedoch gab es am Donnerstag unterschiedliche Meinungen darüber, wie die neue Regelung aussehen sollte. CDU und FDP plädierten in einem gemeinsamen Antrag für ein automatisches gemeinsames Sorgerecht mit Widerspruchsrecht der Mutter. Die Grünen halten ein Sorgerecht der Mutter ab Geburt des Kindes mit einem Antragsrecht des Vaters für sinnvoller.
Der Rechtsexperte der CDU-Fraktion, Hartmut Honka, sagte: «Menschen, die in der Lage sind, gemeinsam Leben zu zeugen, müssen sich grundsätzlich dieser Verantwortung auch gemeinsam stellen.» Das Bundesverfassungsgericht habe in einer Entscheidung im Juli 2010 eine Stärkung des Rechts von Vätern gefordert. Dies geschehe am einfachsten und unbürokratischsten, indem beiden Elternteilen das Sorgerecht automatisch zukomme. Die Mutter könne Widerspruch gegen das Sorgerecht des Vaters einlegen, falls dieses dem Kindswohl entgegenstehe. Für die Grünen argumentierte der familienpolitische Sprecher Marcus Bocklet, die von CDU und FDP favorisierte Lösung werde den Lebenslagen von Alleinerziehenden nicht gerecht. Meist erzögen Mütter die Kinder in alleiniger Verantwortung und müssten sich im Fall eines automatischen gemeinsamen Sorgerechts mit einem fernen Kindsvater abstimmen. Dem Kindswohl zuträglicher sei, wenn Väter einen Antrag auf Sorgerecht einreichten, idealerweise gleich bei der Vaterschaftsanerkennung. Widerspreche die Kindsmutter binnen acht Wochen nicht, müsse das Jugendamt dem Antrag stattgeben. Aus Sicht der CDU wäre ein solches Verfahren zu bürokratisch. Es schaffe womöglich erst Probleme. Wichtige sorgerechtliche Entscheidungen würden gerade in den ersten Lebenswochen und -monaten getroffen. Die SPD-Fraktion empfahl keines der beiden Modelle. Rechtsexpertin Heike Hofmann sagte lediglich: «Beide Modelle haben Vor- und Nachteile.» Zu bevorzugen sei «die beste und praktikabelste Lösung für die betroffenen Kinder und Eltern», Vorrang vor allem müsse das Kindswohl haben. (dapd-hes) |
















Kommentare
Dass die Mütter die Kinder allein erziehen ist Folge (= Wirkung) der derzeitigen Sorgeregelung (= Ursache).
Offenbar haben die Grünen auch den Begründungstext des BVerfG nicht gelesen oder nicht verstanden.
Ich übersetze:
Die Mütter die nicht teilen, wollen dies nicht, weil sie keinen Bock auf den Alten haben und das ihnen ganz eigene Kind viel lieber alleine für sich als Projektionsfläche ihres übergroßen Egos betrachten. Kindeswohl?
Ganz besonders erstaunlich ist die Haltung der oppositionellen Landtagsfraktionen von CDU und FDP. Diese melden sich lautstark dort zu Wort, wo die Bundestagsfraktionen sich einig darüber sind Väter auch fortan aus Familien möglichst fern zu halten.
Solch mieses Wählergunstgeklappere geht mir mächtig auf die Nerven. Kindeswohl?
Und die alte Tante SPD?
Seit Bergmann, Schmidt, Zypries und Co. haben die den nachhaltigen Stillstand zu verantworten und setzen diesen Weg konsequent fort.
Zuviele SPD-treue Anti-Väter-Frauen wurden auf Stühle der Väterentsorgung gehievt und dürfen nicht verprellt werden.
Schweigen ist da pures Gold.
Dass ausgerechnet aus dieser Ecke der Begriff Kindeswohl fällt provoziert das kultige Zitat des 14-Jährigen Scheidungskindes, aus dem Raum Cochem, zu zitieren:
"Oh, wie unbeschreiblich hohl, ist der Begriff vom Kindeswohl."
MfG
Ich setze sogar noch eines drauf.
An die Damen und Herren " ALLER" Parteien.
Schämen Sie sich nicht in einem der reichsten und angeblich Modernsten Ländern der Erde so mit dem größten Gut der Menschheit umzugehen ?
Nämlich Kinder !!!
Lesen Sie eigentlich nie die Gutachten, die Sie selbst in Auftrag geben, oder ist das vorsätzliche Missachtung.
Bevor Sie nun wieder auf die Idee kommen, Möglichkeiten einzuräumen, den Kindern ihre Väter zu nehmen, lesen Sie diese doch bitte erst mal.
Dann sollten Sie sich zu einer schnellen Entscheidung wieder zusammen setzen.
Und mit a bisserl Papa-(Mama)Dünger alle zwei Wochen, wächst keine Pflanze optimal.
Die armen Alleinerziehenden, und die daran gut verdienenden Lobbygruppen, täten gut daran diesen Opferstatus aufzugeben; die wahren Opfer sind die Kinder.
Die (Nach)wirkungen werden Sie erst als Erwachsene spüren, wenn das wiederholte Scheitern in den jeweiligen Lebenssituationen, eine psychologische Betrachtung des GANZEN ermöglicht bzw. zu dieser zwingt.
Nur dann ist es für eine Kind UND Vater/Mutter gerechte Entwicklung zu spät.
Elternteile die nicht ausreichend Zeit mit ihren Kindern verbringen, haben keine Möglichkeiten sich MIT den Kindern gemeinsam (weiter)zu entwickeln.
In dem politischen Geplänkel hierzu erkennt man sehr gut, dass DAS UNRECHT - meist gegen Männer - zwar erkannt wurde, aber nicht geändert werden soll.
Wer gemeinsam Kinder zeugen kann, MUSS auch gemeinsam dafür Verantwortung übernehmen.
Bei den Grünen hat mal wieder die Emanzen-Lobby das Sagen!
In Frankreich kriegen bei Unverheirateten automatisch BEIDE Elternteile das gemeinsame Sorgerecht, völlig egal, ob sie zusammen wohnen oder 500 km auseinander!
Sobald ich meine Vaterschaft und damit meine Pflichten gegenüber meinem Kind anerkenne habe ich gefälligst auch meine Rechte gegenüber meinem Kind zu erhalten!
Alles andere ist, wie der Europäische Menschenrechtsgerichtshof bereits 2010 festgestellt hat, Diskriminierung der Väter und schadet dem Kindeswohl!