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Mittwoch, den 11. Januar 2012 um 20:02 Uhr |
Frankfurt. Nach Berichten über wachsenden Widerstand der EU-Kommission gegen die Fusion der Deutschen Börse mit der New Yorker NYSE Euronext sehen SPD, FDP und Grüne die Chancen für das Vorhaben schwinden. Der Frankfurter FDP-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Hans-Joachim Otto, nannte es am Mittwoch fraglich, ob sich die zunehmend größer werdenden Bedenken gegen die Börsenfusion noch ausräumen ließen.
Augenscheinlich seien die Fusionsbedingungen nachteilig für den Finanzplatz Frankfurt und den Wettbewerb in Europa.
Der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel sah sich in der kritischen Haltung seiner Partei zu der geplanten Fusion bestätigt. Auch die notwendige Kontrolle der Finanzmärkte spreche gegen immer größere und unkontrollierbare Einheiten, warnte er. Zudem gehe es auch um die Arbeitsplätze.
Der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Kai Klose, erklärte, Fusionen dürften keine marktbeherrschende Stellungen auf den Finanzmärkten schaffen. Der hessische DGB-Vorsitzende Stefan Körzell forderte die EU-Kommission auf, die Börsenfusion zu stoppen.
Unter anderem die "Financial Times Deutschland" und das "Handelsblatt" hatten berichtet, dass die EU-Wettbewerbsbehörde nahegelegt habe, den Zusammenschluss der Deutschen Börse mit der New Yorker NYSE Euronext zu verbieten. (dapd-hes) |