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SPD-Kreistagsfraktion informiert sich bei der Schuldnerberatung der AWO Drucken E-Mail
Mittwoch, den 22. Februar 2012 um 14:17 Uhr
Karin Billing, Elke Künholz, Torsten Warnecke, Thomas Giese, Michél Patryas, Bettina Preuß, Walter Gliem, Petra Wiesenberg, Reiner Emmerich, Helmut JordanBad Hersfeld. Vergangene Woche hat eine Delegation der SPD-Kreistagsfraktion die Geschäftsstelle der AWO in Bad Hersfeld besucht. Dort konnten sie sich davon überzeugen, wie wichtig die Arbeit der Schuldnerberatung ist.

Frau Karin Billing, AWO Schuldner- und Insolvenzberaterin erläuterte den Parlamentariern die tägliche Arbeit der Schuldnerberater. Es gibt eine Vielzahl von Ursachen für eine Überschuldung und aufgrund der unterschiedlichen Persönlichkeiten der verschuldeten Personen eine ebenso große Vielfalt der Beratungsinhalte und Problemlösungen. Die Folgen der Verschuldung reichen von der materiellen Verarmung über gesundheitliche Probleme (psychische Erkrankungen, Depressionen) bis hin zu gesellschaftlicher Ausgrenzung.

Die Hilfe durch die Mitarbeiter/-innen ist für den betroffenen Personenkreis enorm wichtig um das tägliche Leben wieder selbst organisieren zu können.

Die soziale Schuldnerberatung umfasst die Existenzsicherung und Notfallberatung, den Schutz vor unberechtigten Forderungen, Hilfe zur Selbsthilfe, eine Vernetzung mit anderen Hilfestellen, die Befähigung der Betroffenen zu eigenständiger Lebensplanung auch an der Pfändungsgrenze und schließlich die Schuldenregulierung bzw. Entschuldung.

Die Beratungen umfassen auch die Durchführung von Verbraucherinsolvenzverfahren und die Fragen rund um die Einrichtung eines sogenannten Pfändungsschutzkontos (P-Konto). Ein großes Problem stellt die Schwierigkeit der überschuldeten Personen ein Girokonto zu bekommen dar. Kaum eine Bank ist bereit ein Konto einzurichten, so dass alle Geschäfte bar abgewickelt werden müssen. Die Schuldnerberatung der AWO in Bad Hersfeld hat im Jahr 2011 311 Personen in 606 Beratungsgesprächen beraten, davon waren 142 Personen Empfänger von Sozialleistungen. In der Beratungsstelle in Bebra sind 174 Personen in 463 Beratungsgesprächen beraten worden, davon waren 81 Personen Empfänger von Sozialleistungen.

Die AWO Schuldnerberatung ist vom Kreis Hersfeld-Rotenburg mit der Durchführung der sozialen Schuldnerberatung beauftrag und wird von diesem finanziell unterstützt. Diese finanzielle Unterstützung deckt allerdings lediglich den momentanen Mindestbedarf, so dass sich die Mitarbeiter der Beratungsstelle sehr über Sponsoren ihrer wichtigen Arbeit freuen würden. Nur so wird wohl auch in Zukunft sicher gestellt werden können, dass Hilfesuchende in Bad Hersfeld und Bebra nicht länger als 6 Wochen auf ein Beratungsgespräch warten müssen.

Die Vertreter der SPD sagten ihre volle politische Unterstützung zu, sie werden sich für eine Beibehaltung des Budgets einsetzen. (pm)

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