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Graumann empört über Angriff von SPD-Politikerin zu Beschneidung Drucken E-Mail
Montag, den 27. August 2012 um 17:33 Uhr

Archivfoto dapd Dieter GraumannFrankfurt. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, reagiert empört auf Äußerungen der SPD-Politikerin Marlene Rupprecht im Streit über rituelle Beschneidungen von Jungen. Die Kinderbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion hatte es im Nachrichtenmagazin "Focus" als "Totschlagargument" bezeichnet, wenn Graumann sage, ohne Rechtssicherheit sei jüdisches Leben in Deutschland nicht mehr möglich.

Dieses Wort zeuge von mangelnder Sensibilität und Kenntnis über die Beschneidung von Jungen im Judentum, sagte der Zentralratspräsident am Montag in Frankfurt am Main der Nachrichtenagentur dapd.

Entsetzt habe ihn aber vor allem der Satz Rupprechts, man könne nicht sagen: "Wir hatten den Holocaust, also haben wir jahrhundertelang nichts zu kritisieren." Graumann sagte: "Dafür sollte sie sich schämen." Es sei "der infame Versuch, den Holocaust, der gerade mal 70 Jahre her ist, nun gegen uns Juden zu instrumentalisieren", entgegnete der Zentralratspräsident. Er könne sich kaum vorstellen, dass Rupprecht dabei die Meinung der SPD vertrete. "Es wäre daher gut, wenn die Parteiführung das schnell richtigstellen würde", fügte Graumann im dapd-Gespräch hinzu.

Im Übrigen habe er den Holocaust in der häufig zu scharf geführten Debatte bisher überhaupt nicht verwendet. "Ich werde unter keinen Umständen zulassen, dass die Shoa nun ausgerechnet gegen uns Juden in Stellung gebracht wird. Das ist politisch und moralisch verwerflich", betonte Graumann.
(dapd-hes)

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