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Advent im Mai Drucken E-Mail
Mittwoch, den 04. Mai 2016 um 07:45 Uhr

Ab jetzt Ehrenbürgermeister: Birger Fey (Mitte) mit dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung Rainer Ebert und dem Ersten Beigeordneten Günter Wald ©Foto: nh24 | Rainer SanderAuf Tee folgt Kaffee – auf Fey folgt Vaupel
Frielendorf
. Immer wenn etwas endet, beginnt zugleich etwas Neues und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. nh24 FotostreckeMit Hermann Hesse-Prosa fand Bürgermeister Birger Fey die passenden Worte für seinen eigenen Abschied und zur Begrüßung seines Nachfolgers Thorsten Vaupel.

Die Sitzung der Gemeindevertretung im Saal des Frielendorfer Hotel Hassia hatte so viele Besucher, wie sonst erst in einer ganzen Legislaturperiode zusammenkommen.

Regierungspräsident Walter Lübcke, Landrat Winfried Becker und MdL Regine Mueller vertraten die höheren Verwaltungsebenen. 9 der 27 Bürgermeister beziehungsweise Erste Stadträte/Beigeordnete verabschiedeten ihren langjährigen (18 Jahre) Kollegen und begrüßten den neuen in ihrer Mitte. Nicht zu übersehen war, dass beide – außer dem Parteibuch – nicht übermäßig viel gemeinsam haben. Thorsten Vaupel verzichtete bewusst auf eine „Regierungserklärung“ und alle Redner unterließen es, die Gelegenheit für politische Beiträge und Abrechnungen mit dem Gegner zu nutzen. So ging es um die Personen, ihre Eigenschaften sowie Eigenarten – im Bürgermeisterbüro wird zukünftig Kaffee statt Tee getrunken – und um all die Emotionen für den Abschied und die Begrüßung.

Advent = Ankommen

Vereidigt als neuer Bürgermeister: Thorsten Vaupel ©Foto: nh24 | Rainer SanderNur ein einziges Mal durften die 31 neugewählten Gemeindevertreter in ihrer zweiten Sitzung die Hände heben, nämlich als es um die Ernennung des scheidenden Verwaltungschefs zum Ehrenbürgermeister ging. Danach gab es 13 meist kurzweilige (wenn auch nicht kurze) Grußworte zu genießen und immerhin eines davon wurde gesungen. Der einzige kulturelle Beitrag sozusagen kam von Pfarrer Marco Firnges, der den rund 250 Gästen mit humorvoller Einleitung ein Adventslied im Mai vortrug – Advent heißt Ankommen, in diesem Fall entweder im Amt oder im Ruhestand.

Auffallend war, dass alle Gastreden durch sehr persönliche Worte geprägt waren. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Gerhard Pflug muss es wissen, wenn er feststellte, dass das Bürgermeisteramt für Fey dessen Traumberuf gewesen ist. Und wer seine Träume leben kann, entwickelt ganz offensichtlich ein freundschaftlich geprägtes Verhältnis zu seinen Mitstreitern und auch zu den politischen Gegnern. Dass man trotz aller unterschiedlicher Auffassungen noch in der Lage sein sollte gelegentlich ein Bier miteinander zu trinken, stellte der CDU-Fraktionsvorsitzende Dietrich Hahn fest, der an Fey das Ausgleichende, das Verbindende und die Fähigkeit, nichts nachzutragen lobte.

Handbuch für Hausmänner

Walter Lübcke hatte Ratschläge parat ©Foto: nh24 | Rainer SanderAuch Landrat Winfried Becker lobte den kooperativen Politikstil des studierten Lehrers und ehemaligen Mitarbeiters der Kreisverwaltung. Der Ehefrau Adele Hafermas-Fey empfahl Regierungspräsiden Lübcke ein paar bauliche Veränderungen: „Männer haben den Geschirrspüler lieber in Hüfthöhe, damit sie sich nicht so bücken müssen“. Passend dazu bekam Fey, der sich nun Altbürgermeister nennen darf, vom Vorsitzenden der Gemeindevertretung Rainer Ebert ein Handbuch für Hausmänner.

Neben Wein und anderen geistigen Getränken gab es allerlei Nützliches zum Amtsende sowie für den Ruhestand. Und jede Menge Ratschläge für Gartenarbeit, Hausarbeit, Nebenjobs und Zeitvertreib.

Er selbst stellte dazu fest, dass er ein politischer Mensch sei und als solcher aktiv bleiben werde, auf keinen Fall aber in der Gemeindepolitik.

Ratschläge und eine Feuerwehrweste

Eine Weste für den Bürgermeister bei Löscheinsätzen aus den Händen von Gemeindebrandinspektor Norbert Mühling ©Foto: nh24 | Rainer SanderAuch Thorsten Vaupel, der mit 82,5 Prozent der Stimmen gewählt wurde, ehielt jede Menge Lob und Vorschusslorbeeren. Auch für seine Frau Isabelle hatte Regierungspräsident Lübcke einen Rat: „Ich hoffe, sie haben noch ein Wahlplakat zu Hause“, denn ab dem 21. Mai, dem Tag des offiziellen Amtsantritts, wird er selten zu Hause sein.

Vaupel selbst war sichtlich gerührt beim Sprechen des Amtseids, aber mehr Angst hatte er letzte Woche vor der Maschinistenprüfung bei der Feuerwehr. Und weil Vaupel aktiver Feuerwehrmann bleiben will, bekam er von Gemeindebrandinspektor Norbert Mühling eine Feuerwehrweste mit der Aufschrift Bürgermeister und seinem Namen. Mit einem Bürgermeister, der seine Bürger auch vor Feuer zu schützen versteht, sind die Frielendorfer offensichtlich gut versorgt und Oppositionsführer Dietrich Hahn stellte humorvoll fest, dass aus den Reihen der CDU niemand gegen ihn antreten wollte. Dass die SPD-Welt in Frielendorf noch in Ordnung ist, war auch für seinen Vorgänger wichtig: Er habe bei der Kommunalwahl die letzte absolute Mehrheit im Altkreis Ziegenhain verteidigt. (rs)

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