Fuldatal: Neubau für Nachmittagsbetreuung eingeweiht Drucken
Montag, den 06. November 2017 um 15:18 Uhr

Der neunjährige Tobias Jan Glau durfte das Eröffnungsband für den Neubau an der Ludwig-Emil-Grimm-Schule in Ihringshausen durchschneiden. Im Hintergrund Bürgermeister Karsten Schreiber und Landrat Uwe Schmidt ©Foto: Landkreis | nh IHRINGSHAUSEN. Ein Jahr hat es gedauert, doch jetzt ist es soweit: Am Freitag wurde der Neubau für die kooperative Nachmittagsbetreuung der Ludwig-Emil-Grimm-Schule im Fuldataler Ortsteil Ihringshausen mit einem Schulfest eingeweiht.

„Der Neubau ist ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit von Gemeinde und Schulträger bei der Kinderbetreuung“, betonte Landrat Uwe Schmidt bei dieser Gelegenheit, „und außerdem ein starkes Signal für mehr Bildungsgerechtigkeit für die Eltern im Landkreis Kassel.“ Der Landrat verwies darauf, dass es eine hohe Nachfrage für die Nachmittagsbetreuung der Kinder gebe.
„Der Weg zu dieser Lösung war lang“, sagte der Fuldataler Bürgermeister Karsten Schreiber aus Sicht der Gemeinde, und es habe viele Irrwege und Notlösungen gegeben. Doch nun, so betonte er, „könnte ich Platzen vor Stolz.“

Ähnlich glücklich zeigte sich Schulleiterin Gabi Sommer-Kreher. Sie bezeichnete das neue Gebäude als „enormen Gewinn für die Kinder“. Es habe sich bereits viel an der Schule verändert und das Lehrerkollegium sei bereits eng mit dem Team der Nachmittagsbetreuung zusammen gewachsen.  

Schon seit dem Ende der Herbstferien wird das Gebäude für das Ganztagsbetreuungsangebot von Gemeinde und Landkreis im Rahmen des „Paktes für den Nachmittag“ (siehe Hintergrundinfo) genutzt. Dieser wird in Ihringshausen in Kooperation mit dem Verein Kinder- und Jugendhilfe Hessen Nord e.V. aus Calden angeboten. Die Gemeinde Fuldatal und der Landkreis teilen sich die Investitionskosten von rund 1,6 Millionen Euro.

Der vom Kaufunger Architekturbüro Döring gestaltete, moderne Neubau hat insgesamt 600 Quadratmetern Nutzfläche. Auf dieser stehen den Kindern und Betreuern vier Gruppenräume mit jeweils 72 Quadratmetern zur Verfügung. Die Räume sind flexibel nutzbar und barrierefrei erreichbar. An der Ostseite sind die Räume der Verwaltung mit dazugehörigen Sanitäranlagen und die Küche untergebracht. Das Gebäude wird kostensparend über die Pelletheizung der Grundschule mit Wärme versorgt.

Die sanitären Anlagen für die Kinder und die Behindertentoilette sowie ein Lagerraum sind direkt vom Foyer aus erreichbar. In dem neuen Gebäude sind alle Gruppenräume über große Fenster natürlich mit Licht versorgt und haben alle einen direkten Zugang ins Freie. Wenn nötig, kann der Bau um eine weitere Etage aufgestockt werden.

Ursprünglich war geplant, den Neubau bis zum Beginn des Schuljahres fertigzustellen. Bauverzögerungen durch Schnee und Eis im vergangenen Winter hatten diesen Plan jedoch durchkreuzt. Die Kosten für den Ankauf des notwendigen Grundstücks in Höhe von 100.000 Euro hat der Landkreis allein übernommen. (pm)

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