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Freitag, den 27. Januar 2012 um 14:00 Uhr |
Marburg. Der Videodreh einiger Schüler löste am Freitag an einer Schule in Marburg einen Großeinsatz der Polizei aus. Mehrere Notrufe über einen maskierten und bewaffneten Mann in einer Sporthalle in der Jahnstraße erreichten die Polizei. Unbeteiligte, die von einer Bedrohungslage ausgingen, verließen panikartig die Halle. Wenig später gab es Entwarnung: Schüler hatten nach dem Sportunterricht in der Halle für ein Schulprojekt einen Videofilm gedreht.
Die Polizei, die zunächst von einer Bedrohungslage ausgehen musste, leitete sofort Fahndungsmaßnahmen ein, an denen sich insgesamt sechs Fahrzeuge der Schutz - und Kriminalpolizei beteiligten. Wenig später nahmen Beamte den mutmaßlichen "Amokläufer" unmaskiert in der Mariborer Straße fest. Sie stellten eine Pudelmütze mit eingeschnittenen Sehschlitzen und eine täuschend echt aussehende Spielzeugwaffe sicher. Wie sich herausstellte, hatten Schüler einer neunten Klasse im Rahmen eines Schulprojektes zum Thema "Amoklauf" in der Sporthalle in der Jahnstraße einen Amoklauf nachgestellt und das Geschehen mit einem Handy gefilmt. Unbeteiligte Studenten, die nicht eingeweiht waren, liefen in Panik aus der Halle und alarmierten die Polizei.
Die Beamten stellten bei insgesamt acht "Schauspielern" der Schule die Personalien fest. Der als "Amokläufer" eingeteilte 17-jährige Darsteller wurde zum Sachverhalt vernommen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten eingeleitet. Die Kripo prüft derzeit auch, inwieweit das Handeln der Schüler mit Verantwortlichen der Schule abgesprochen war. Weiterhin ermittelt die Polizei die Gesamtkosten des Einsatzes. |
Kommentare
wie krank ist unsere Gesellschaft eigentlich, dass man in der Schule einen Amoklauf als Projekt durchspielt? Da muss man wohl man an die Schulleitung und Lehrerkollegium rantreten!
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