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Mangelnde Ausrüstung - motivierte Kameraden Drucken E-Mail
Samstag, den 16. Januar 2016 um 14:20 Uhr

Mehr als 60 Teilnehmer waren auf der diesjährige Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Ziegenhain im Saal des Rosengartens ©Foto: nh24 | Wittke-FotosWehrführer zieht auf Jahreshauptversammlung Bilanz
Schwalmstadt-Ziegenhain. Für die Kameraden der Feuerwehr Ziegenhain war es kein einfaches Jahr. Im Sommer verstarben innerhalb kürzester Zeit die Mitglieder der Ehren- und Altersabteilung Heinz Heil, Klaus Brunner und Wolfgang Haldorn.

Der Aufbau der Notunterkunft im China-Park forderte sie an vielen Abenden und Wochenenden. Auch an der teils desolaten Ausrüstung hat sich seit vielen Jahren nichts geändert.

Die persönliche Schutzausrüstung ist bei vielen Frauen und Männern der Wehr defekt oder schlichtweg viel zu groß. In der Fahrzeughalle verblasen die Feuerwehrautos seit Jahrzenten Ruß, da es keine Absauganlage gibt. Eine Druckluftanlage für die durchweg älteren Fahrzeuge ist lange gewünscht, um wieder schnellere Ausrückzeiten zu erreichen. Dazu kommt der unhaltbare Zustand, dass es keine Trennung der verschmutzten von der sauberen Kleidung gibt und die Frauen sich noch immer gemeinsam mit ihren Kameraden umziehen müssen.

Dem ganzen Ausrüstungsdilemma setzte am Freitagabend Christl Gerstmann (SPD) noch eins obendrauf, als sie auf der gemeinsamen Jahreshauptversammlung des Ziegenhainer Feuerwehrvereins und der Einsatzabteilung ein paar Zahlen lapidar in den Saal des Rosengartens warf und sich dann entschuldigen ließ.

Aus den bereits genannten Gründen fiel der Jahresbericht von Jan Pukat, mal abgesehen von den nackten Zahlen, auch sehr durchwachsen aus. Die Mitglieder der Einsatzabteilung treffen sich wöchentlich zu ihren Ausbildungsveranstaltungen am Feuerwehrstützpunkt. Dies ist nötig, um den heutigen Anforderungen gerecht zu werden, so Pukat. Darüber hinaus engagieren sich viele Kameraden der Einsatzabteilung beispielsweise im Katastrophenschutzzug der Stadt Schwalmstadt, in der technischen Einsatzleitung sowie dem Umweltdienst des Landkreises, aber auch in der Brandschutzerziehung in Schulen und Kindergärten.

Auf Kreisebene stellt die Einsatzabteilung Ziegenhain mit Karsten Linke und Stefan Frömel (Grund- und Truppführerlehrgänge), Stefan Kürschner (Maschinist) Frank Model und Christoph Ilse (Funklehrgänge) sowie Steffen Nickl (Atemschutz) sechs Kameraden als Ausbilder.

Im vergangenen Jahr besuchten Lukas Dietrich und Jannik Jobst den Grund- und Funklehrgang. Am Seminar Motorkettenschulung nahmen Axel Model und Gerhard Kaplan teil. In Sachen GABC-Messung bildeten sich Dr. Michael Schwalm und Uta Zschunke fort. Karsten Linke und Phillip Matysek besuchten den Lehrgang für die Drehleitermaschinisten. Tania Regenbogen ist jetzt Feuerwehrsanitäterin und Karsten Linke erhielt die Befähigung, eine Feuerwehr zu führen. Wehrführer Jan Pukat darf es fortan als Behördenpyrotechniker knallen lassen.

Nachwuchssorgen beschäftigen auch die Feuerwehr Ziegenhain. Aktuell besteht die Einsatzabteilung aus 45 Frauen und Männern. »Das mag sich viel anhören, aber tagsüber und unter der Woche sind davon nicht mehr viele verfügbar«, so Pukat. Er appellierte an die Politik, Anreize für den Dienst in der Feuerwehr zu schaffen, um eine schlagkräftige und hoch motivierte Truppe zu erhalten. »Machen Sie Werbung für Ihre Feuerwehr«, sagte Pukat an die Versammlung und die anwesenden Kommunalpolitiker gerichtet.

Was für die Einsatzabteilung ein herber Verlust, war für die Alters- und Ehrenabteilung im vergangenen Jahr ein großer Zugewinn. Mit 60 Jahren ließ Ralph Göbel das Einsatzleben hinter sich. Mit ihm zählt die Alters- und Ehrenabteilung nun 16 Kameraden, die sich monatlich treffen. Mit 325 Stunden ehrenamtlicher Arbeit tragen auch diese Kameraden zum hohen Ansehen der Feuerwehr bei.

Die Freiwillige Feuerwehr Ziegenhain wurde im vergangenen Jahr 98 Mal angefordert. »Neben einer ungewöhnlich hohen Anzahl an Brandeinsätzen lag der Schwerpunkt beim Aufbau der Notunterkunft im China-Park. Insgesamt 16 Mal waren Ziegenhainer Feuerwehrleute gemeinsam mit Feuerwehrleuten aus dem Umkreis und der DLRG dort im Einsatz. Meist abends, nach einem langen Arbeitstag, hieß es für die Kameraden noch vier Stunden körperlicher Einsatz für die Feuerwehr«, sagte Pukat. »Erfreulich waren in diesem Zusammenhang das große Lob und die wörtliche Anerkennung von Politik, Verantwortlichen und aus der Bevölkerung. Mal mit anpacken hätte auch gereicht!«, so der Wehrführer gerade heraus.

Zu dem Aufbau der Notunterkunft kamen 33 Brandeinsätze (636 Stunden), 29 technische Hilfeleistungen (720 Stunden), Fehlalarme (217 Stunden) und 13 Brandsicherheitsdienste (137 Stunden). Insgesamt waren die Feuerwehrleute 1710 Stunden im Einsatz. Dazu kommen noch die Dienststunden der Kreisausbilder (850 Stunden), I.u.K, GABC und KatS (500 Stunden), überörtliche Ausbildung (326 Stunden) und die Wettkampfausbildung (330 Stunden), was sich für die Kameraden auf insgesamt 8773 Stunden ehrenamtliche Arbeit summiert. »Diese Stundenzahl leisten wir gern, unentgeltlich und mit viel Engagement für die Bevölkerung«, versicherte Pukat.

Zum Ende seines Berichts ging Jan Pukat auf die angeforderten und ausstehenden Beschaffungen für die Feuerwehr Ziegenhain ein. So ist beispielsweise seit dem Jahr 2011 ein Satz Hebekissen jährlich beantragt, aber noch nicht beschafft worden. Gleiches gilt für ein Nebellöschsystem. Seit dem Jahr 2014 sind zwei 30 Meter lange C-Rollschläuche beantragt (Gesamtwert etwa 200 Euro) und seit dem Jahr 2013 sind zwei orangefarbene Gruppenführerwesten offen.

Zu den Materialsorgen kommt noch der Zustand des Feuerwehrstützpunktes. »Durch die fehlende Abgasabsauganlage wurde die Fahrzeughalle bei jedem Start der Fahrzeuge erheblich mit Rußpartikeln kontaminiert. Nach den Richtlinien das Arbeitsschutzes dürften diese Emissionen weit über dem zulässigen Höchstwert liegen«, so Pukats Einschätzung. Diese Abgase ziehen bei Türbewegungen auch in den Umkleideraum. Für die Großfahrzeuge ist eine Modernisierung der Ladetechnik und der Druckluftversorgung notwendig, da diese altersbedingt Druckluft verlieren. Dies führt unter anderem zu einer verzögerten Ausrückzeit. Die Decke im Schulungsraum sollte nach Ansicht Pukats abgehängt werden, da dort ein Unterricht aufgrund des Nachhalls nur schwer möglich ist. Die aktuellen, blanken Holzstühle sollten durch bequemere Stühle ersetzt werden. Außerdem verfügt der Schulungsraum nicht über einen Beamer. Aktuell baurechtlich unzulässig ist auch die fehlende Schwarz | Weiß Trennung der Schutzkleidung, da die verunreinigte Kleidung oftmals Rauchgase im Sozialtrakt freisetzt. Als selbstredend und heutzutage als absoluten Standard bezeichnete Pukat die Geschlechtertrennung in Umkleidekabinen und Sanitäranlagen, was in Ziegenhain nicht der Fall ist. Seinen Jahresbericht schloss Wehführer Jan Pukat mit einem Zitat des verstorbenen Altkanzlers Helmut Schmidt: »Ehrenamtliche Feuerwehrleute sind die zuverlässigsten und vertrauenswürdigsten Diener am öffentlichen Wohl. Ich habe sie erlebt als echte Staatsdiener«.
Dem entgegnete wenig später SPD Stadtrat Helmut Balamagi vermutlich scherzhaft ebenfalls mit einem Zitat Schmidts: »Wer Visionen hat, der sollte zum Arzt gehen«. Balamagi berichtete davon, dass es bereits eine Ortsbegehung des Magistrats im Feuerwehrstützpunkt gegeben hat und man die Probleme nicht aus dem Auge verlieren werde.

Uta Zschunke, Jugendwartin in Ziegenhain, berichtete im Anschluss von zahlreichen Aktivitäten im vergangenen Jahr. Neben den Übungsdiensten nahmen die Jugendlichen an überörtlichen Geländespielen mit befreundeten Jugendfeuerwehren teil, unternahmen Ausflüge und Wanderungen und sammelten mit der Unterstützung vieler Firmen und Kameraden der Einsatzabteilung wieder die ausgedienten Weihnachtsbäume ein. Unter ihren Fittichen hat sie 15 Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr und zwei Mitglieder der Kinderfeuerwehr.

Für den Feuerwehrverein übernahm dessen Vorsitzender Hans-Jörg Keller die Regie an diesem Abend. Der Verein war es auch, der zur diesjährigen Jahreshauptversammlung in den Rosengarten geladen hatte. Nach seinem ausführlichen Rückblick auf das vergangene Jahr wurde der Vorstand des Vereins in einer sehr gut vorbereiteten Wahl komplett neu gewählt. Eine Verjüngung gab es auf den Posten der Beisitzer und der Schriftführer. Die Wahlleitung hatte Helmut Balamagi inne.

Geehrt wurden Uta Zschunke für zehn Jahre Mitgliedschaft im Feuerwehrverein, Jürgen Harnisch (25 Jahre), Ria Bechtel, Gerhard Burri, Petra Diegler, Hans-Joachim Diegler, Klaus Fenner, Hans-Jörg Keller und Wolfgang Schulz (alle 40 Jahre), Helwig Happel und Norbert Schoenke brachten es zusammen auf 100 Jahre, Konrad Dietz und Karl-Heinz Giller sind jeweils seit 60 Jahren im Verein. (wal)

 Der neue Vorstand der Feuerwehr Ziegenhain: Hans-Jörg Keller, Karsten Linke, Marcel Ochs, Klaus Schwalm, Hans-Joachim Barwe, Karl-Heinrich Schwalm, Hans-Joachim Diegler, Kathrin Frömel-Dreißigacker, Jochen Möller, Helmut Lotz, Jörg Schultheis (von lnks) ©Foto: nh24 | Wittke-Fotos
Der neue Vorstand der Feuerwehr Ziegenhain: Hans-Jörg Keller, Karsten Linke, Marcel Ochs, Klaus Schwalm, Hans-Joachim Barwe, Karl-Heinrich Schwalm, Hans-Joachim Diegler, Kathrin Frömel-Dreißigacker, Jochen Möller, Helmut Lotz, Jörg Schultheis (von links) ©Foto: nh24 | Wittke-Fotos
von links: Gerhard Burri, Klaus Fenner, Hans-Joachim Diegler, Wolfgang Schulz und Hans-Jörg Keller ©Foto: nh24 | Wittke-Fotos
von links: Gerhard Burri, Klaus Fenner, Hans-Joachim Diegler, Wolfgang Schulz und Hans-Jörg Keller ©Foto: nh24 | Wittke-Fotos
Hans-Jörg Keller überreicht Jürgen Harnisch die Urkunde für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr ©Foto: nh24 | Wittke-Fotos
Hans-Jörg Keller überreicht Jürgen Harnisch die Urkunde für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr ©Foto: nh24 | Wittke-Fotos
Hans-Jörg Keller überreicht Jugendwartin Uta Zschunke die Urkunde für 10 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr ©Foto: nh24 | Wittke-Fotos
Hans-Jörg Keller überreicht Jugendwartin Uta Zschunke die Urkunde für 10 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr ©Foto: nh24 | Wittke-Fotos
Gerhard Burri ©Foto: nh24 | Wittke-Fotos
Gerhard Burri wurde für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt. ©Foto: nh24 | Wittke-Fotos
Wolfgang Schulz wurde für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt ©Foto: nh24 | Wittke-Fotos
Wolfgang Schulz wurde für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt ©Foto: nh24 | Wittke-Fotos
Klaus Fenner ©Foto: nh24 | Wittke-Fotos
Klaus Fenner ist ebenfalls seit 40 Jahren in der Feuerwehr ©Foto: nh24 | Wittke-Fotos
Hans-Joachim Diegler ©Foto: nh24 | Wittke-Fotos
Hans-Joachim Diegler - seit 40 Jahren in der Feuerwehr Ziegenhain ©Foto: nh24 | Wittke-Fotos
Und auch der Vereinsvorsitzende Hans-Jörg Keller wurde von »Urmel« Barwe für 40 Jahre in der Feuerwehr geehrt ©Foto: nh24 | Wittke-Fotos
Und auch der Vereinsvorsitzende Hans-Jörg Keller wurde von »Urmel« Hans-Joachim Barwe für 40 Jahre in der Feuerwehr geehrt ©Foto: nh24 | Wittke-Fotos

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Kommentare

 
+88 # Elwood 2016-01-16 17:27
"Wer Visionen hat, der sollte zum Arzt gehen."
Ein schlechter Scherz, Herr Balamagi.
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+62 # Stefan Pinhard 2016-01-16 19:04
Das berühmte Zitat von Helmut Schmidt aus den 70er Jahren, auf welches dieser meines Wissens selber nicht stolz war (Helmut Schmidt sagte selber, dass es eine pampige Antwort auf eine dusselige Frage war), ist diesem Zusammenhang auch meines Erachtens tatsächlich sehr unglücklich gewählt. Viel wichtiger ist jedoch folgende Passage im Bericht: „Balamagi berichtete davon, dass es bereits eine Ortsbegehung des Magistrats im Feuerwehrstützp unkt gegeben hat und man die Probleme nicht aus dem Auge verlieren werde.“ Durch diese Aussage ist jetzt der gesamte Magistrat über alle Parteigrenzen hinaus in der Pflicht. Es bleibt nun zu hoffen, dass die Kosten für alle erforderlichen Maßnahmen und Ausrüstungsgege nstände auch im aktuellen Haushalt eingestellt sind. Es reicht nicht aus, Probleme nur im Auge zu behalten. Probleme sind dazu da, um gelöst zu werden.
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+4 # cezanne 2016-01-17 18:54
Auch er moechte im Fruehjahr gewaehlt werden!
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+59 # Reiner Lauf 2016-01-16 18:30
Schon echt ein Armutszeugnis was da abgeht , allgemein bei allen Feuerwehren sieht es so aus. Na ja Hauptsache Kohle für unsere neuen " Mitbürger" ist da.
Aber an die,die Tag täglich bei ehrenamtlichen Einsätzen ihren Kopf und Arsch hinhalten ist kein Geld für anständige Ausrüstung vorhanden !!!!!! Armes Deutschland
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+95 # Alexander Wittke 2016-01-16 19:13
Ich kann mir zu dem gestrigen Abend ein paar Anmerkungen nicht verkneifen, die meine persönliche Meinung darstellen und deshalb natürlich nicht in den Text gehören: Die gestrige Jahreshauptvers ammlung hat in meinen Augen das absolute Versagen sämtlicher verantwortliche r Personen auf Kreis-, Stadt- und Ortsebene aufgezeigt. Die Frauen und Männer haben mit ihrem persönlichen Engagement im Herbst gezeigt, dass sie für die Politik den Kopf hinhalten, wenn es darauf ankommt. Sie haben binnen weniger Wochen in der Messehalle des China-Parks, zunächst für das Land aber unterm dem Strich für den Landkreis, eine Notunterkunft für 500 Personen zusammengehämme rt und -geschraubt. Dabei haben viele ihre persönlichen Angelegenheit hinten angestellte, wobei ich hier insbesondere den stellvertretend en Wehrführer Marcel Ochs erwähnen muss. Schon damals war die Unterstützung auf Stadt- und Ortsebene beschämend (Pukat: »Mal mit anpacken hätte auch gereicht.«) Diese Unverfrorenheit übertraf meiner Ansicht nach am Freitagabend nur noch der Landkreis, von dem sich niemand auf der Jahreshauptvers ammlung der Feuerwehr in Ziegenhain blicken ließ. Nicht einmal die Einladungen wurden, aus welchen Gründen auch immer, abgesagt! Bis zum Ende der Veranstaltung hatte ich persönlich die leise Hoffnung, dass sich die ebenfalls anwesende Landtagsabgeord nete Regine Müller von der SPD (auch Kreisbeigeordne te) und dazu noch Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Ziegenhain, von ihrem Stuhl erhebt und einige Worte des Dankes an die anwesenden Frauen und Männer richtet - aber es kam nichts! Ich komme persönlich viel rum und bin auf einigen Jahreshauptvers ammlungen im Jahr. Eine solche Missachtung des Ehrenamtes kenne ich in keiner anderen Stadt oder Gemeinde!

Dazu kommt noch die desolate persönliche Schutzausrüstun g vieler Frauen und Männer in Ziegenhain. Ich hatte es in dem Artikel bereits kurz erwähnt. Zuletzt war mir dieser Missstand bei einer Übung im Herbst aufgefallen. Auch wenn sich die Kameraden aufgrund von befürchteten Repressionen dazu nicht öffentlich äußern wollen: Es geht nicht an, dass Frauen und Männer, die, wenn es darauf ankommt, über ihre eigene Einsatzkleidung stolpern, weil die Stadt Schwalmstadt nicht in der Lage ist, passende Kleidung bereitzustelle. Es geht nicht an, dass Atemschutzgerät eträger mit defekten Jacken und Handschuhen, die sie vor Verletzungen schützen sollen, von der Stadt Schwalmstadt in den Einsatz geschickt und damit unnötigen Gefahren ausgesetzt werden!
Hier in Schwalmstadt sind die personellen Probleme hausgemacht! Das liegt zum einen an dem schwachen (CDU geführten) Ortsbeirat in Ziegenhain und an den Schwalmstädter Sozialdemokrate n und dem Magistrat, die es eben nicht wie Helmut Schmidt halten: »Ehrenamtliche Feuerwehrleute sind die zuverlässigsten und vertrauenswürdi gsten Diener am öffentlichen Wohl. Ich habe sie erlebt als echte Staatsdiener.« Schämt euch Leute!
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+9 # Parlamentarier 2016-01-17 15:56
Das Problem ist nicht, dass deren Zeit abläuft! Die ist nämlich schon längst abgelaufen! Das Problem sind die Dauerrotwähler, die der SPD dadurch im Parlament eine Mehrheit geben und den Bürgermeister schlecht aussehen lassen. Blamagi und Co. sind nur zum Selbsterhaltung szweck im Magistrat. Das Zitat auf die Forderungen der Feuerwehr war eine bodenlose Frechheit, an Dummheit und Arroganz nicht zu überbieten. Trotzdem liebe Schwälmer: Roten Daumen drücken und dann wieder rot wählen gehen!
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+1 # kimyhi 2016-01-18 11:19
Wer erwartet, dass MdL Regine Müller irgendetwas sinnvolles zur Sache zu sagen hat, ist ein Träumer ! Aber auch die sonst so fotogenen politischen CDU-Schwergewichte
Weinmeister und Siebert treten ausschließlich zum Bejubeln eigener
( weniger ) und fremder ( häufiger ) Leistungen in der Öffentlichkeit auf !!!???
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-7 # balamagi 2016-01-19 11:40
Auf diesn Kommentar muss ich antworten: Ich beginne mit den Worten des Autors: Schäme dich Herr Wittke. Falschaussagen. Doch zum Anfang: Frau Gerstmann überbrachte die Grüße und den Dank des Magistrat es und der städt. Gremien. Herr Kirchner den des Landrats und des Kreisbrandinspe ktors. Vor meinem Zitat habe ich ausdrücklich auf scherzhaft und nicht auf die Feuerwehr gemünzt hingewiesen.
Die aufgezählte fehlende Ausrüstung ist z. T. am Stützpunkt vorhanden. Lediglich über das Hebekissen wird noch verhandelt.Defe kte persönliche Ausrüstung der Atemschutzgräte träger! Hat der Wehrführer nicht genannt und ist auch nicht vorhanden. Zu große oder zu kleine Bekleidung! Ich habe mich persönlich überzeugt:Es ist in allen Größen Bekleidung vorrätig. Muss der Betreffende sich nur melden. Schmutzwäsche! Hier stehen Geschlossene Behälter zur Verfügung um diese vor der Wäsche zu lagern. Sanitätbereiche sind vorhanden, müssen nur entsprechend beschriftet werden. Duschen leider nur einmal vorhanden, kann man nacheinander benutzen. Alte Fahrzeuge? Drehleiterfahrz eug ist in der Beschaffung. U
Bis auf ein Fahrzeug alle recht neu.Bei einem Umbau muss hier die Halle mit einem Abzug nachgerüstet werden. Zudem die Halle ist aus den 80er Jahren und bedarf einer alsbaldigen Sanierung (innenanstrich etc.).
Dieses ist jedoch nich einsatzrelevant.
Zum Abschluss: Die Stadt Schwalmstadt ist stolz und froh eine so gute und motivierte Feuerwehr zu haben, dazu zählt auch die freiwillige Feuerwehr Ziegenhain. Und wer mich kennt, weiß das ich mich immer für die Belange und Wünsche der Feuerwehr einsetze.
Auch Sie, Herr Wittke, hätten sich vor Ort informieren können
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+58 # cezanne 2016-01-16 19:53
Erst einmal ein grosses Lob und dank an die Freiwillige Feuerwehr in Ziegenhain.

Von den Politikern, inkl. Mueller aber auch dem "roten Drachen" erwarte ich schon lange nichts mehr. Deren Zeit laeuft ab.
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+32 # Bürger aus der Stadt 2016-01-16 22:46
Danke an die Feuerwehr Ziegenhain!
Aber erlaubt mir folgendes zu fragen:
In welchem Ortsteil von Schwalmstadt ist alles vorhanden was man in Ziegenhain fordert? Ich denke da steht man nicht alleine ohne Abgasanlage, Frauen und Männer in einer Umkleidekabine usw. da.
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+20 # Marburger 2016-01-16 23:14
So ist es, im Ostkreis von Marburg-Biedenk opf ist es genauso.

Stadtallendorf, Kirchhain, Neustadt überall keine Trennung im Umkleidebereich/Sanitärbereich
Keine Absauganlagen
Keine schwarz-weiß Trennung

Das Geld ist aber für andere Personengruppen vorhanden. Nur nicht für das eigene Volk und dann für welche die FREIWILLIG ihren Dienst verrichten. In ihrer Freizeit, für umsonst!! Die für andere da sind und ggf. ihre Gesundheit für andere aufs Spiel setzen! Was sie aber auch gerne machen...

Hätte die Stadt eine Pflichtfeuerweh r weil es keine freiwilligen Feuerwehrangehö rige gibt, würde sie sich umschauen!!! Die Motivation wenn es zur Pflicht wird ist nicht so hoch und das heisst es kostet doch mehr Geld am Ende.

Oder ganz extrem eine Berufsfeuerwehr was die kostet!!!

Viele Politiker wissen auch garnicht, dass die Freiwillige Feuerwehr das Gleiche macht wie eine Berufsfeuerwehr . Ich glaube in Hessen gibt es nur 6 Berufsfeuerwehr en, der Rest ist FREIWILLIG!!!!

Und Feuerwehr ist KEIN verein, das habe ich jetzt auch lernen müssen. Feuerwehr gehört zur Stadtverwaltung wie der Bauhof.
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-23 # Werner Kalbfleisch 2016-01-17 12:25
Eine Tolle Truppe in Ziegenhain , keiner trägt Uniform auf den Bildern.Ich habe schon viel gehört über mißstände aber das sowas noch gibt hätte ich nicht gedacht.Ist die Feuerwehr Einsatzbereit? Wer hat die Verantwortung ? Das die Führung der Wehr das mit sich machen läßt, verstehe ich nicht .
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+21 # Beobachter 2016-01-17 16:52
Sie sind mir ein ganz großer Held.

Was für einen Vorteil hätte es denn in Ihren Augen, wenn die Feuerwehr Ihre Dienstkleidung angehabt hätte?

@zum Thema
Einsatzkleidung sollte schon in Ordnung sein, alles andere ist ein wenig übertrieben. Ist meines Erachtens auch nicht notwendig, um Dienst zu leisten.
Natürlich wäre eine schwarz- weiß Trennung gut. Auch sperate Spinde und Abteilungen zum duschen. Aber alles wäre nur gut und nicht nötig.

Trotzdem wird es dort hingehen und bei jedem Neubau auch gefordert werden. Hier wäre wirklich mal angebracht, die Vorschriften etwas runterzufahren und dafür lieber mehrere Wehren zu fördern, als 1 und dann richtig- teuer
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+24 # Herr Bert 2016-01-17 14:48
Also ich kenne es auch so dass auf der JHV uniform getragen wird.

Bezüglich Umkleiden. In anderen Wehren ist es so dass die Spinte IN den Fahrzeughallen stehen und noch nichtmal eine räumliche Trennung vorliegt!
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+8 # kay59 2016-01-18 15:55
Ja, entweder oder !
Wenn die Zustände so haarsträubend sind, wie beschrieben, dann muß der Wehrführer (durchaus auch, um zu vermeiden, für einen Dienstunfall in Folge unzulänglicher Ausstattung ins Gefängnis zu kommen) auch Courage zeigen und die Wehr, bzw. den Atemschutz komplett abmelden, dann ist damit eine Reaktion und das Handeln des Bürgermeisters, bzw. des Magistrats erzwungen.
Wenn der Wehrführer sich das aber nicht zutraut und nicht genug Rückgrat hat, dann darf er sich auch nicht beschweren.
Also, wie jetzt ?
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