Luther - Das Musical Drucken
Samstag, den 04. November 2017 um 22:37 Uhr

Familie Luther und die Studenten am Tisch ©Foto: privat | nhWERNGES. Am vergangenen Reformationstag konnte Pfarrerin Luise Berroth in einer bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche in Wernges die Besucher begrüßen. Das Werngeser Familiengottesdienstteam führte das bereits am Vogelsberger Kirchentag präsentierte „Martin Luther – Das Musical“ von Heiko Bräuning nochmals in der heimischen Kirche auf.

Zunächst sitzt Familie Luther beim Abendessen. Die Kinder berichten von ihren Problemen in der Schule. Daraus ergibt sich, dass ihr Vater Martin Luther von früher erzählen soll.

Dieser berichtet aus seinem Leben und spielt dabei die verschiedenen Phasen seines Lebens nach. Das Publikum konnte dabei hautnah die Geschichte Luthers erleben und fieberte gebannt mit.

Während den Erzählungen aus seiner Schulzeit kommt er auf sein abgebrochenes Jurastudium zu sprechen. Auch die Errettung aus dem Gewitter und der kurze Zeit später daraus resultierende Eintritt ins Kloster bleiben nicht unerwähnt.

Die Begegnung mit Tetzel, der Ablassbriefe an die Bürger von Erfurt an den Mann brachte und der Thesenanschlag waren natürlich auch Thema. Im weiteren Verlauf kommen zwei Studenten zu Besuch bei Familie Luther. Diese mussten die erste These Luthers vortragen und fragten ihren Professor Martin Luther manches zu den Geschehnissen aus früherer Zeit.

Auch Katharina Luther und die etwas seltsame Haushälterin Muhme Lehne steuern zu den alltäglichen Problemen der Familie und natürlich auch zu den Geschichten von früher ihren Teil bei.

Weiter geht es bei Kardinal Cajetan vor dem kirchlichen Gericht in Augsburg. Er stellt Martin Luther vor die Wahl, die Thesen zu widerrufen oder für vogelfrei erklärt zu werden. Wie bekannt ist, hat Martin Luther nicht widerrufen und hat sich gegen den Papst gewendet. Unter anderem verbrennt er den Brief des Papstes, der ihn mit dem Kirchenbann belegte.

Dadurch brachte sich Martin Luther in Gefahr. Aber mit der Entführung Luthers durch die Soldaten von Kurfürst Friedrich von Sachsen III. folgt der Schutz vor dem Papst. Die Wandlung von Luther auf der Wartburg zum Junker Jörg wird anschaulich dargestellt.

Die Begegnung Luthers mit dem Teufel während der Bibelübersetzung auf der Wartburg mit dem berühmten Tintenfasswurf leitet zum Schlussteil über. Hier mussten Martin und Katharina Luther Rede und Antwort stehen, wie es zu ihrer Heirat kam und auch, dass die ersten gemeinsamen Jahre nicht immer einfach waren.

Der musikalische Teil zwischen den einzelnen Szenen oblag dem Chor conTAKTe unter der Leitung von Sabine Pöhlmann. Mit starken Solostimmen und hervorragendem Chorgesang wurde immer wieder die Über- bzw. Herleitung zu den jeweiligen Szenen in wunderbarem Einklang mit den Schauspielern geschafft.

So konnte sich das zum Abschluss begeisterte Publikum ein Bild von Martin Luther und dem Anfang der Reformation machen. Pfarrerin Luise Berroth dankte allen Beteiligten und sprach passend zum Reformationstag Luthers Abendsegen, der alle zufriedenen Darsteller, Akteure und Besucher nach Hause leitete.

Die Darsteller und ihre Rollen: Steffen Höhl (Martin Luther), Andrea Bernges (Katharina Luther), Hanna Obenhack (Muhme Lehne), Judith Bernges, Maike Bernges, Vanessa Bleser und Luca Zinn (die Kinder Paul, Margarete, Martin jr und Johannes), Uli Steller-Zinn (Klosterpförtner, Bürger und Soldat), Frank Obenhack (Abt), Andrea Obenhack (Erzähler und Tetzel), Bartek Stöppler (Kardinal Cajetan und Stimme des Teufels), Thomas Bernges (Kurfürst Friedrich von Sachsen III.), Katharina Hedtrich (Student), Elisabeth Höhl (Student), Jonathan Höhl (Bürger und Soldat), Henrik Bauer (Bürger und Fanfarenbläser), Kerstin Hedtrich (Bürger) und Johanna Höhl (Bürger) (pm)

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