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Donnerstag, 19. November 2009 um 13:50 Uhr |
Landrat würdigt fortschrittliche Entwicklung in der Jugendhilfe
Eschwege. Mit einer Jubiläumsveranstaltung würdigte der Werra-Meißner-Kreis die Entwicklung des Pflegekinderwesens im Fachbereich Jugend, Familie, Senioren und Soziales, früher Jugendamt. Der Aufbau und Ausbau der Pflegeelternwerbung, Schulung und Begleitung, hat in den vergangenen zehn Jahren dazu geführt, dass die Unterbringung eines Kindes in einer gut vorbereiteten Pflegefamilie, neben der Heimerziehung einen immer größeren Stellenwert einnehmen konnte.
Nach einem Amtsleiterwechsel in 1998 und einer qualitativ verbesserten Jugendhilfeplanung, ist in 1999 der Pflegekinderdienst und die Adoptionsvermittlung neu als Spezialdienst im Jugendamt des Kreises eingerichtet worden. Die politischen Gremien konnten damals von der Notwendigkeit überzeugt werden und zwei Stellen wurden mit erfahrenen Dipl. Sozialpädagoginnen besetzt.
Heute, nach zehn Jahren, so betonten in ihren Grußworten sowohl Frau Ilona Friedrich (Fachbereichsleiterin), Herr Landrat Reuß und Frau Buhle vom Pflegeelternverein PFAD, könne man feststellen, dass damals die richtige Entscheidung getroffen worden sei.
Mit Kontinuität, Engagement und dem entsprechenden Know How entwickelten die zwei Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes, diesen Spezialdienst zu einer festen Größe in der Jugendhilfe im Werra-Meißner-Kreis.
Frau Meissner-Erdt, eine der beiden Mitarbeiterinnen im Pflegekinderdienst, stellte zahlreichen interessierten Gästen, Pflegeeltern und Fachpublikum, die in den vergangenen zehn Jahren erarbeiteten Konzepte vor und belegte die bewährten Standards mit einer kleinen Photoserie. Sie bedankte sich bei allen Kooperationspartnern, voran den Pflegefamilien, die die oft schwierige Arbeit mit den Kindern 24 Stunden am Tag, jeden Tag, das ganze Jahr lang leisten.
Herr Klaus Ritter, Diplompsychologe und Gutachter referierte in seinem fachlichen Vortrag über das Thema Bindung, der kindlichen Bindung eines Pflegekindes, sowohl zu seinen leiblichen Eltern, als auch zu den Pflegeeltern.
Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer kleinen Improvisationsshow, die auf ihre humorvolle Art das Thema Pflegekind, Familie und Behörden erlebbar machte.
Interessiert Elternpaare können sich nach wie vor bei den Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes Frau Schneider: Tel. 05651/302-1468 und Frau Meissner-Erdt: Tel. 05542/958-155 über das Bewerberverfahren und Vermittlung eines Pflegekindes informieren. |