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Tauchunglück auf Fehmarn: Zehnjähriger Junge aus Guxhagen tot PDF
Sonntag, 18. Juli 2010 um 11:51 Uhr
Rettungskraefte heben am Freitag (16.07.10) auf der Insel Fehmarn ein bei einem Tauchunfall schwerverletztes Maedchen neben einem Rettungswagen in einen Rettungshubschrauber, waehrend Passanten im Hintergrund zuschauen. (©Foto: Thomas Nyfeler/ ddp)Lübeck/Guxhagen/Marburg. Am Freitagnachmittag kam es auf der Insel Fehmarn zu einem Tauchunglück, bei dem ein zenhjähriger Junge aus Guxhagen (Schwalm-Eder-Kreis) sein Leben verlor. Eine siebenköpfige Tauchgruppe war in etwa 2,50 m Wassertiefe in 50 - 60 m Entfernung zum Ufer bei einem Tauchgang mit einem ausgebildeten Tauchlehrer. Aus bislang völlig ungeklärter Ursache tauchten plötzlich zwei Personen nicht mehr auf. Sofort wurden Suchmaßnahmen eingeleitet, zufällig befand sich auch das Tochterschiff "Elsa" des Seenotrettungskreuzers "John T. Essberger" in der Nähe. Nach wenigen Minuten konnte eine 16-jährige Jugendliche aus Marburg von Rettungskräften im Wasser treibend gefunden und gerettet werden. Sie wurde auf der "Elsa" reanimiert und später mit dem Rettungshubschrauber in die Uniklinik nach Lübeck geflogen. Sie schwebt weiterhin in Lebensgefahr, sagt die Polizei Lübeck.

UnJohn T. Essberger mit Tochterboot Elsa im Hamburger Hafen  (©Wiki/nh)gefähr 20 Minuten nach Beginn der Suche nach den beiden Vermissten konnte auch der zehnjährige Junge im Wasser treibend gefunden werden. Etwa eine Stunde lang versuchten zahlreiche Rettungskräfte und Notärzte, den Jungen wieder zu beleben. Er wurde später in die Uniklinik Kiel geflogen. Am Samstagabend, kurz vor Mitternacht verstarb der Junge in der Klinik. Die Eltern der aus Guxhagen kommenden Familie befanden sich auf Fehmarn im Urlaub, sie werden bereits seit Freitag seelsorgerisch betreut, genau wie die aus Marburg kommende Familie der 16-Jährigen. Wie es zu diesem Unglück kommen konnte, ist noch völlig unklar. Die Wasserschutzpolizei stellte die Tauchflaschen und Livejackets der beiden Verunglückten sicher. Der Kriminaldauerdienst aus Lübeck hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet.
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Leser-Kommentare

Ganz herzlichen Dank fuer die beiden auesserst nuetzlichen Tips, wo man sich Hilfe suchen kann. Ich traeume tatsaechlich nachts noch davon, und in den ersten Wochen nach dem Unglueck bin ich manchmal nachts schweissgebadet aufgewacht. Die Opfer waren ja noch so jung … Und dadurch, dass es zwei waren, waren wir vor dem Eintreffen der professionellen Rettungskraefte wahrscheinlich auch ueberfordert, zumal wir Badegaeste ja von dem Unglueck voellig ueberrascht wurden. Ich habe jetzt gleich mal die Webseite http://www.sbe-ev.de/ angeschaut und ein Team ganz in meiner Naehe gefunden. Also danke noch mal!

von Vacationist, am Mittwoch, 01. September 2010 um 17:42

Zur Ergänzung hier ein Link von einer Organisation die bei sowas hilfreich sein kann:

http://www.sbe-ev.de/teams/nordhessen.pdf

von Martin B., Homepage hier am Dienstag, 31. August 2010 um 21:07

Hallo Vacationist,

erst einmal möchte ich Ihnen meinen Respekt aussprechen!

Sollte Sie Probleme bei der Aufarbeitung der tragischen Gechehnisse haben (ein typisches Zeichen wäre z.B. wenn SIe heute noch davon träumen), wenden Sie sich einfach an die Leitstelle in Homberg 05681-19222), dort wird man Ihnen kompetente Ansprechpartner nennen können. Dadurch entstehen Ihnen auch keine Kosten.

Ansonsten möchte ich Ihnen noch einmal Danke sagen für Ihre Hilfeleistung. So etwas sieht man leider viel zu selten.

von Martin Horn, am Dienstag, 31. August 2010 um 20:48

Ich war am 16. Juli ebenfalls am Strand und habe bei der Bergung von Jana mitgeholfen. Ein Mann war losgeschwommen, weil er etwas bemerkt hatte. Ich schwamm hinterher. Etwa 50 m vom Strand entfernt (dort konnte man nicht mehr stehen) fand er zuerst eine Taucherflosse und dann das bewusstlose Mädchen. Ich versuchte, sie über Wasser zu halten. Dann kam eine Frau dazu, die sich mit Rettungsschwimmergriffen auskannte. Zu dritt brachten wir sie an den Strand. Bevor der Notarztwagen eintraf, begannen andere Badegaeste mit der Reanimation. Siehe auch meine Beitraege auf taucher.net und euregiotaucher.eu. Falls jemand der anderen Beteiligten dies liest, kann er/sie sich gern bei mir melden (stefanschu@gmail.com), damit wir diese tragischen Ereignisse gemeinsam verarbeiten koennen. Für die Angehoerigen ist es am allerschlimmsten; es ist einfach unfassbar, und ihnen gilt mein tiefempfundenes Mitgefuehl. Es ist aber auch fuer die „zivilen“ Helfer ziemlich schwer. Um so mehr, als unsere Rettungsversuche letztlich erfolglos blieben. Dass der Polizeibericht und die Presse die Helfer nicht erwaehnt, macht die Aufarbeitung nicht leichter. Fuer mich hat sich viel veraendert. Einerseits beschaeftigt mich das Unglueck noch sehr, andererseits geniesse ich jetzt jeden Atemzug und die vielen kleinen schoenen Dinge des Alltags, denn es sind eigentlich die grossen Dinge. Und ich sehe meine Kinder mit neuen Augen.

von Vacationist, am Dienstag, 31. August 2010 um 12:43

Habe heute erfahren, dass die 16 Jährige auch gestorben ist und dazu noch eine gute Bekannte war.

Anm. d. Redaktion:

Jana hat nach dem Unfall das Bewusstsein nicht wiedererlangt und starb am 27. Juli

http://www.nh24.de/index.php?option=com_content&view=article&id=34939:auch-16-jaehrige-aus-marburg-nach-tauchunfall-auf-fehmarn-gestorben&catid=157:allgemeine-meldungen-aus-dem-ressort-polizeireport&Itemid=58


Anbei ein Auszug aus fehmarn24.de

WULFEN - Die Spendenaktion zugunsten der bedürftigen Eltern der bei dem Tauchunfall in Wulfen verstorbenen 16-jährigen Jana hat einen enormen Zuspruch erhalten. 20000 Euro waren bis gestern Abend zusammen gekommen. Initiiert worden ist die Aktion vom früheren Polizei-Hauptkommissar Detlef Hardt.

Bei dem Tauchunfall sind bekanntlich ein zehnjähriger Junge aus Guxhagen und die 16-jährige Jana aus Marburg tödlich verunglückt. Detlef Hardt hat nun entschieden, den Eltern beider Kinder jeweils 10000 Euro zukommen zu lassen. "Auch die Eltern des Jungen sind bedürftig", so Hardt gestern.

Noch kann gespendet werden auf das Konto 4371933901 bei der Commerzbank Lübeck (BLZ 230 800 40).

von Simeon, am Donnerstag, 12. August 2010 um 00:40

Mein herzlichstes Beileid den beiden Familien. Wir waren an den besagten Freitag am Strand und wollten gerade gehen als wir sahen was geschehen war. Mein Mann hat das Mädchen sowie auch den Jungen mit anderen versucht wieder zu beleben bevor die Feuerwehr eintraf. Es war ein so trauriger Anblick. Es trifft einen wirklich sehr doll, da wir auch zwei Kinder, ein Mädchen 15 Jahre und einen Sohn von 11 Jahren haben.
Ich wünsche den Familien viel Kraft

von möchte auch annonym bleiben, am Dienstag, 03. August 2010 um 16:26

ich kenne die eltern des mädchens, das mädchen selbst nicht, mittlerweile hat man sich dazu entschlossen, die maschinen abzustellen - auch das mädchen ist nun nicht mehr unter uns, als ich von dem unglück gehört habe, bekam ich gänsehaut und hatte tränen in den augen, auch jetzt läuft es mir noch eiskalt den rücken runter... mein aufrechtiges mitleid gilt den angehörigen!

von möchte annonym bleiben, am Freitag, 30. Juli 2010 um 17:55

Ja Floh. Deswegen steht ja auch die Gruppengröße als Fakt fest. Das sind die PADI regeln die hier greifen.
Die PADI Tauchschule Calypso hat auf der Homepage dazu etwas eingestellt
http://www.tauchschulecalypso.de/home.htm

Lediglich in der HNA darf durch 'Experten' der DLRG und des VDST spekuliert werden. Zu deren Aussagen kein Kommentar.
Wer sie zu 'Experten' macht bleibt mal unklar.

von Taucher, am Mittwoch, 21. Juli 2010 um 13:06

Das ist eine ganz schlimme Tragödie,die Eltern des verstorbenen Jungen tun mir unsagbar leid,
ebenso die bangenden Eltern der 16 jährigen Tochter.
Beiden Eltern wünsche ich ganz viel Kraft und Beistand!

von Anja Brandt, am Dienstag, 20. Juli 2010 um 01:24

......es ist schlimm was da passiert ist, und ich bekomme eine Gänsehaut wenn ich daran denke....es bringt wohl nix jetzt über die Ursache zu diskutieren .....nur wer nix macht, mach keine Fehler....!
Solche Unglücke passieren leider tagtäglich, da ist es vor allem wichtig das die Betroffenen, Angehörigen und Freunde eine Stütze in wem auch immer finden um das alles zu verarbeiten....!
Alles andere werden schon die Menschen klären, die dazu in der Lage sind....es macht das Geschehene aber leider auch nicht ruckgängig!

von Nadine, am Montag, 19. Juli 2010 um 17:11

Wirklich tragisch, egal aus welchen Gründen dieses Unglück passiert ist.. Ich wünsche der Familie viel Kraft und Stärke und hoffe, dass sie in diesen schweren Stunden nicht alleine sein müssen!!

von Sarah, am Montag, 19. Juli 2010 um 12:18

hr-online schreiben das es ein Schnupperkurs war.
Mit 7.Mann im Meer das ist Wahnsinn.

von Taucher, am Sonntag, 18. Juli 2010 um 22:38

Is klar, jetzt schreiben wieder die ganz schlauen! Wie und warum ist noch garnicht geklärt!!! Ich wünschen den Eltern viel Kraft!!!

von Floh aus Guxhagen, am Sonntag, 18. Juli 2010 um 14:56

Zumindest ein Verstoß ist erkennbar:
Die Gruppe war zu groß.
Zulässig wären höchstens 4 Personen zzgl TL gewesen.
Inwieweit auf Grund der aktuellen örtlichen Verhältnisse wie z. B. Sichtweiten, Temperaturen usw diese Zahl noch geringer hätte sein müssen, wird mit Sicherheit geprüft.

Traurig, einfach nur traurig.

von Taucher, am Sonntag, 18. Juli 2010 um 14:46

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