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Großhändler stecken im Minus fest PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 16. Dezember 2009 um 11:45 Uhr
Kassel/Wiesbaden. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres sank der Umsatz der Großhändler (einschließlich der Handelsvermittlung) in Hessen, verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Jahres 2008, nominal um fast 15 Prozent. Real, das heißt nach Ausschaltung der Preisveränderungen, betrug der Rückgang gut zehn Prozent.

Wie das Hessische Statistische Landesamt heute weiter mitteilt, schnitt der Großhandel mit landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren mit einem realen Wachstum von gut acht Prozent bei einem nominalen Rückgang von zwölf Prozent erheblich besser ab. Das enorme Auseinanderfallen der beiden Veränderungsraten zeigt den massiven Preisverfall in diesem Bereich auf. Der Umsatz im Großhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren schrumpfte nominal um gut acht Prozent, was einem realen Minus von gut sechs Prozent entsprach. Der Großhandel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern, also den Artikeln des täglichen Bedarfs, war nominal und real mit gut zwei Prozent im Minus. Mit 30,5 Prozent fiel der nominale Umsatzrückgang beim Großhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik besonders hoch aus, auch real war die Lage mit knapp 17 Prozent Abnahme nicht wirklich besser. Der Großhandel mit sonstigen Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör büßte nominal gut ein Viertel und real fast 27 Prozent seines Vorjahresumsatzes ein. Auch der sonstige Großhandel, zu dem beispielsweise der Großhandel mit Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen, mit Bau- und Installationsbedarf, mit chemischen Zwischenprodukten oder mit Altmaterial und Reststoffen gehören, hatte drastische Einbußen. Dort sank der nominale Umsatz im Vergleichszeitraum um gut 24 Prozent, real war dies ein Minus von annähernd 15 Prozent.

Die negative Umsatzentwicklung schlug voll auf die Beschäftigungssituation im Großhandel und in der Handelsvermittlung durch. Eine Abnahme der Zahl der Teilzeitbeschäftigten um gut fünf Prozent und ein Rückgang der Zahl der Vollbeschäftigten um fast zwei Prozent führte zu einem Abbau der Beschäftigtenzahl im Vergleichszeitraum um 2,5 Prozent. (pm)
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