| Kenianische Aktivistin Abdi erhält Hessischen Friedenspreis |
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| Donnerstag, 17. Dezember 2009 um 14:24 Uhr |
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Wiesbaden. Die kenianische Friedensaktivistin Dekha Ibrahim Abdi erhält den Hessischen Friedenspreis 2009 der Albert-Osswald-Stiftung. «Frau Abdis umfassende Methodik kombiniert 'Graswurzel-Aktivismus' mit sanfter, aber entschlossener Führung und einer spirituellen Motivation, die sich aus den Lehren des Islam speist», teilte ein Sprecher des Kuratoriums des Preises heute mit. Im sogenannten Wajir-Modell vermittle Abdi gekonnt zwischen Konfliktparteien und Angehörigen verschiedener Religionen.
Dekha Ibrahim Abdi entwickelte ihr Konzept zur Friedensarbeit in ihrem Heimatort Wajir, wo sie 1964 zur Welt gekommen war. Als Muslimin hatte sie als Heranwachsende dennoch viel Kontakt zu Christen. Als später die christliche Gemeinde angefeindet wurde, vermittelte Abdi erfolgreich mit einem Nothilfeausschuss. Abdis Methoden werden inzwischen auch außerhalb von Kenia angewandt, etwa in Uganda, Äthiopien, Sudan und Südafrika. In vielen weiteren Ländern bildete Abdi Friedensarbeiter aus. Wie das Kuratorium weiter mitteilte, berät Abdi die kenianische Regierung zu Konfliktprävention und -management. Sie wurde 2005 für den Friedensnobelpreis nominiert und als «Kenianische Friedensarbeiterin des Jahres» ausgezeichnet. Die Gründerin des Oasis Peace Centre ist die erste Frau aus dem subsaharischen Afrika, die den Hessischen Friedenspreis erhält, und der zweite Preisträger islamischen Glaubens. Der Preis wird am 21. Januar 2010 im Hessischen Landtag verliehen. (ddp-hes) |

















