| Bischof lehnt Sterbehilfe ab |
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| Montag, 25. Januar 2010 um 12:57 Uhr |
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Bischof Prof. Dr. Martin Hein diskutiert mit Personal der Diakonie-Kliniken über Intensivmedizin bei begrenzten Ressourcen Kassel. Vor eine ethische Herausforderung sehen sich in Sachen Intensivmedizin und Pflege nicht nur täglich Mediziner, Pflegepersonal und Seelsorger. Dass sich auch die Kirche mit diesen Fragestellungen intensiv befasst, wurde in einer fachlichen Diskussionsrunde mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Diakonie-Kliniken in Kassel am 20. Januar 2010 deutlich. Vor etwa 25 engagierten Zuhörern plädierte der Bischof der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck dafür, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, „ob wir zwischen dem medizinisch Machbaren einerseits und dem Sinnvollen andererseits klar unterscheiden können“. „Dieser Konflikt, der sich angesichts neuer Therapien und Heilsversprechen einerseits, angesichts steigender Kosten andererseits vermutlich zukünftig verschärfen wird, bedarf der öffentlichen, politisch verantworteten Diskussion und Regelung“, resümierte Hein und forderte: „Eine offene Diskussion über diese Fragen ist dringend nötig, um den jüngst erhobenen Vorwurf der „heimlichen Rationierung“ auszuräumen.“ Währende der Veranstaltung am 20. Januar im Diakonissen-Krankenhaus bezog er noch mal klar Stellung zum Thema Sterbehilfe: „Weil das Leben eine Gabe Gottes ist, die unserer Verfügung entzogen ist, lehnen wir als Kirchen aktive Sterbehilfe ab.“ Umgekehrt stelle sich dann aber auch die Frage, so der Bischof weiter, welche ethischen Grenzen es im Blick auf das hinauszögernde Eingreifen in den Sterbeprozess eines todkranken Menschen gibt. „Hier gilt es, auch das „Sterben lassen“ als eine ärztliche und pflegerische Handlungsoption in den Blick zu nehmen, ohne dabei ökonomische Gesichtspunkte wirksam werden zu lassen. (pm) |

















