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Geschrieben von: Rainer Sander
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Donnerstag, 04. März 2010 um 10:49 Uhr |
Wirtschafts-Stammtisch über Sportmarketing und Arbeitsplatz-Gesundheit
Lohfelden. Der Gewerbeverein Söhre lädt regelmäßig zu einem Wirtschaftsstammtisch ein. Hier werden Ideen für die Wirtschaft entwickelt, Erfahrungen ausgetauscht, Anregungen aufgenommen und Kontakte zwischen Politik und Geschäftswelt verbessert. Zum 25. Jubiläumsstammtische verließen Gewerbetreibende und Bürgermeister allerdings Lohfelden. Sie besuchten die Sozialversicherung für den Gartenbau in Kassel, um sich dort über das Unternehmen, Möglichkeiten des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz und den Kassel-Marathon zu informieren.
„Lohfeldener Zipfel“ rettet Kassel-Marathon Die Botschaft, dass der Kassel-Marathon ohne Lohfelden gar nicht stattfinden könne, brachte Bürgermeister Michael Reuter schon bei der Begrüßung zum Schmunzeln. Zweieinhalb entscheidende Kilometer - die bei der Planung noch fehlten – gehen über Lohfeldener Gemeindegebiet, weil Bürgermeister Reuter am schnellsten reagiert hatte. So kommt zum Lohfeldener Rüssel jetzt auch der „Lohfeldener Zipfel“.
Das konnte Winfried Aufenanger, ehemaliger Marathon-Bundestrainer und Organisator des Kassel-Marathon – voll des Lobes für den Bürgermeister - gerne bestätigen. Er sparte auch nicht an Bewunderung, weil Reuter – trotz hoher Arbeitsbelastung – selbst mit respektabler Zeit unter die Marathonläufer gegangen ist. Das kurze Stück auf heimischem Boden sollte zu einer noch besseren Laufzeit beflügeln.
In seinem Vortrag schilderte der eloquente Marathon-Spezialist Aufenanger die Marathon-Szene. 20 Millionen Deutsche Joggen regelmäßig, 1,5 Millionen nehmen an insgesamt 3.500 Wettkämpfen und Volksläufen teil, zunehmend mehr begeistern sich für die Krone des Laufsports, den Marathon, mit seiner historischen Distanz von 42,195 Kilometern.
E.ON-Mitte-Kassel-Marathon auf Anhieb in der ersten Liga 212 Marathon-Wettbewerbe gibt es allein in Deutschland und der Kassel-Marathon steht in Deutschland schon im zweiten Jahr auf Rang 12, weil ihn 2009 8.500 Teilnehmer zum „Newcomer“ des Jahres machten. 10.000 Teilnehmer sind für Aufenanger ein erreichbares Ziel. 3.500 kommen übrigens aus Kassel, 2.500 aus dem Landkreis – mithin auch aus Lohfelden. Es gibt inzwischen 15 Marathon-Stützpunkte, 42 ausgebildete Lauftrainer und 45 Schulen aus der Region, die sich beteiligen. Lauftreffs gibt es bis Borken im Schwalm-Eder-Kreis, also in einem Radius von 50 Kilometern.
Bereits jetzt liegen rund 3.200 Anmeldungen für den zweiten E.ON-Mitte-Kassel-Marathon am 16. Mai 2010 vor. All diese Zahlen sprechen für sich und für die Marketing-Chancen von Sponsoren, feuert Aufenanger nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die Geschäftswelt an. 80 Euro würde eine Teilnahme ohne die Förderer der Veranstaltung kosten. Für 3.500 Euro darf das Logo als offizieller Sponsor in der eigenen Werbung benutzt werden. Zum Sponsorenpaket gehört u.a. aber auch die Nennung auf dem Flyer des E.ON-Mitte-Kassel-Marathon und mit Verlinkung auf der Internetpräsenz sowie Eintrittskarten für die Großveranstaltung. Für Aufenanger ist der Marathon ein Kommunikationsnetzwerk und damit eine hervorragende Werbeplattform, ohne die er gar nicht realisierbar wäre.
Gesund und fit am Arbeitsplatz Ina Siebeneich, Mitarbeiterin der gastgebenden Sozialversicherung Gartenbau, referierte über Möglichkeiten am Arbeitsplatz gesund und fit zu bleiben, in Zeiten älter werdender Belegschaften und einem sich wandelnden Belastungsspektrums. Arbeitsbedingte Krankheiten und Frühverrentungen belasten die Beitragszahler und den Staat mit fast 44 Milliarden Euro. Vor allem psychische Belastungen und Erkrankungen nehmen deutlich zu.
Wesentliche Punkte zur Gesundheitsförderung bei Mitarbeitern – vor allem im psychischen Bereich - sind Weiterbildungen, größere Entscheidungsspielräume, Entwicklungsmöglichkeiten, Kreativität, Abwechslung, sowie positive Rückmeldungen von Chefs und Kollegen. Arbeitgeber können mit der ergonomischen Gestaltung von Arbeitsplätzen, Tätigkeits- und Belastungswechseln oder kooperativen Arbeitsformen viel zur Gesundheit im Job beitragen. Aktive Maßnahmen belohnt der Staat mit 500 Euro, die pro Mitarbeiter steuerlich absetzbar sind.
Birgit Kaiser-Wirz, Vorsitzende des Gewerbevereins Söhre, hatte ihre Kollegen begrüßt und sich über die rege Teilnahme gefreut. Für die engagierte Unternehmensberaterin war es fast ein Heimspiel, ist doch der Chef im Hause der Sozialversicherung – Thomas Wirz – ihr Ehegatte. |